Amphibien Laubfrosch Hyla arborea



Der Laubfrosch ( Hyla arborea )





Goldfische - ein Problem in unseren Gewässern! Laubfrosch Hyla arborea


  • Kleiner Baumfrosch mit scheibenförmig erweiterten Finger- und Zehenspitzen. Größe 4 bis 5 cm. Die Oberfläche des Laubfrosches ist in der Regel einfärbig hellgrün. Kann aber auch von gelb bis hellgrau wechseln. Vom Nasenloch über das Auge zurück, zieht sich ein dunkler Flankenstreifen bis zur Hüfte, wo er sich nach oben zu einer Schlinge wölbt. Die Bauchseite ist einfärbig weiß gekörnt. Beim Männchen ist die Kehlregion gelblich gefärbt und faltig. Dort befindet sich die Schallblase.
  • Der bevorzugte Lebensraum des Laubfrosch ist buschiges und blütenreiches Gelände. Dort sonnt er sich gerne, eng an Blätter gedrückt, mit angelegten Extremitäten, um die Verdunstung gering zu halten.

    Kein Laubfrosch

  • Der Laubfrosch war bis vor wenigen Jahrzehnten noch eine weit verbreitete Art. Er hat aber dann die größten Bestandseinbrüche hinnehmen müssen. Das hat die verschiedensten Gründe.
    Punkt Es werden vollsonnige Laichgewässer in der offenen Landschaft bevorzugt (z. B. zeitweise überschwemmte Wiesen ) - genau diese Gewässer wurden aber am meisten vom Menschen zerstört und zu Ackerland umgewandelt.
    Punkt Die Ausbreitung erfolgt hauptsächlich entlang von Feldschutzhecken oder Waldrändern - die sind aber mancherorts der Flurbereinigung zum Opfer gefallen.
    Punkt Weiters reagieren sie besonders empfindlich auf den Einsatz von Chemikalien. (Aufnahme durch die Haut und Nahrung sowie Verminderung des Nahrungsangebotes durch Insektizide.)
    Punkt Das Einsetzen von Fischen in ihre Laichgewässer kann schon nach einigen Jahren das Auslöschen einer ganzen Laubfroschpopulation bedeuten.

    Kein Laubfrosch

  • Im Raum Bad Ischl ist das anscheinend anders. Entgegen dem allgemeinen Trend erhöhen sich hier wieder die Laubfroschbestände. Es gibt aber auch einige naturbelassene Gewässer (auch Gartenteiche), die als Ausbreitungszentren für die Umgebung gelten können. So ein Mosaik von Laichgewässern ist besonders wichtig, da eine Laubfroschpopulation, welche in die Isolation gerät, verkümmert und schließlich erlischt.
  • Es fällt uns in letzter Zeit immer wieder auf, wie wichtig bei uns temporäre Gewässer (oder frisch angelegte Teiche) für die Vermehrung sind. Anscheinend wird in beständigeren Teichen der Feinddruck so groß, daß die Laubfroschkaulquappen kaum Überlebenschancen haben.

    Laubfrosch Hyla arborea

  • In der Zeit von April bis Juli erscheinen am Abend bei warmen Wetter die Laubfroschmännchen am Laichgewässer und beginnen mit dem Balzgesang. Die davon angelockten Weibchen kommen nur wenige Stunden ins Wasser und werden von den Männchen während der Paarung in der Achselgegend umklammert.


    Dieses Weibchen ist noch am Grübeln !
    Nehm ich den ??? Aber der Andere quakt doch auch so schön ;-))

    Laubfrosch Hyla arborea Laubfrosch - Weibchen

    Die kleinen Laichklümpchen werden an Unterwasservegetation befestigt.
  • Die goldglänzenden Kaulquappen sind durch den hohen Schwanzflossensaum und die seitlich stehenden Augen kaum zu verwechseln. Je nach Witterung verlassen nach 2 bis 4 Monaten die ca. 1,5 cm großen Jungfröschchen das Wasser.
    Hier gibt´s einige schöne Bilder davon !
  • Da Laubfrösche sich in der Regel auf Gebüschen aufhalten, besteht der Großteil ihrer Nahrung aus Fliegen und Käfern, die oft im Sprung erbeutet werden.


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