Die Wortmeldungen der Amphibienlistenteilnehmer vom April 2001

#1. Bau von Krötentunnel - von Dietmar Bidlingmaier
#2. Re: Bau von Krötentunnel - von hermes.harmonie%entferne%@t-online.de
#3. Re: Bau von Krötentunnel - von Ulrike Geise
#4. Re: Bau von Krötentunnel - von Wieser Bernard
#5. Re: Bau von Krötentunnel - von Thomas Adam
#6. Re: Bau von Krötentunnel - von Thomas Bader
#7. Re: Bau von Krötentunnel - von Benedikt Schmidt
#8. Re: Bau von Krötentunnel - von Karina Smole-Wiener
#9. Re: Bau von Krötentunnel - von Mysliwietz Rainer
#10. Re: Bau von Krötentunnel - von Copris
#11. Anfrage: Mobile Amphibienschutzzäune - von Hans-Joachim Scheckeler
#12. Re: Bau von Krötentunnel - von Wieser Bernard
#13. Kleine Mitteilung - von Sebastian Voitel
#14. AW: Kleine Mitteilung - von Wieser Bernard
#15. Flora vista - Vereinstreffen 27.4.01 - von Markus Schmalwieser
#16. Erscheinungstermin? - von Thomas
#17. Re: Erscheinungstermin? - von Burkhard Thiesmeier
#18. Laubfroschrufe - von Horst Wagenfeld
#19. Re: Laubfroschrufe - von Sebastian Voitel

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#1. Bau von Krötentunnel - von Dietmar Bidlingmaier
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Date: Thu, 5 Apr 2001 von: d.bid%entferne%@t-online.de (Dietmar Bidlingmaier) Subject: Bau von Krötentunnel Hallo Amphibienfreunde, in Schwäbisch Gmünd, Bereich Schießtalsee sind Krötentunnel geplant. ( ca. 7000-8000 wanderte Tiere) Nun ist ein Planungsbüro beauftragt worden um die Machbarkeit der Tunnel zu prüfen. Da sich in der Straße und Gehwegbereich verschiedene Leitungssysteme ( Wasser, Telekom, Starkstrom, Glasfaser usw.) und zu unserem Leidwesen in verschiedenen Einbauhöhen befinden, können wir keine Kleintiertunnel mit lichtem Maß 100cmx60cm, verwenden. Auch können wir mit den Tunnels nicht tiefer gehen, da wir sonst unter die Wasseroberfläche kommen würden. Machbar währen Durchgänge mit lichtem Maß von 40cm Höhe und einer Breite (lichtes Maß) von 50cm, die dann aber speziell angefertigt werden müssten. Auf einer Seelänge von 400m währen dann 7 Durchlässe im Abstand von ca. 60m und einer Länge von je 17m geplant. Nun meine Fragen: ist es überhaupt Sinnvoll, unter diesen erschwerten Bedingungen Durchlässe zu bauen? gibt es bereits irgendwelche Erfahrungen mit solchen kleineren Durchlässe, ob diese angenommen werden? gibt es fertige Elemente zum Einbauen, da ein hoher Schwerlastverkehr sich auf der Straße bewegt? ich wäre über jede Info dankbar! d.bid%entferne%@t-online.de http://home.t-online.de/home/d.bid/nkv/amphibienschutz/index.html mit freundlichen Grüßen Dietmar Bidlingmaier

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#2. Re: Bau von Krötentunnel - von hermes.harmonie%entferne%@t-online.de
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Date: Fri, 6 Apr 2001 von: hermes.harmonie%entferne%@t-online.de (hermes.harmonie%entferne%@t-online.de) Subject: Re: Bau von Krötentunnel Hallo Herr Bindlingmaier, warum nehmen Sie nicht einfach Betonabwasserrohre mit den Durchmessern 40 cm oder 50 cm. Die Rundung dürfte den Amphibien doch wohl nichts ausmachen. Sie können ja hintereinander laufen. MfG Elmar Hermes Vor den Höfen 4 49565 Bramsche

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#3. Re: Bau von Krötentunnel - von Ulrike Geise
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Date: Sat, 07 Apr 2001 von: Ulrike.Geise%entferne%@t-online.de (Ulrike Geise) Subject: Re: Bau von Krötentunnel Hallo, diese Rohre werden nach allen bisherigen Kenntnissen NICHT im ausreichenden Maße (=langfristiger Populationserhalt) angenommen!!!! Vor allem nicht bei der Länge - so einfach ist Artenschutz auch nicht.... Ulrike Geise

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#4. Re: Bau von Krötentunnel - von Wieser Bernard
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Date: Sun, 8 Apr 2001 von: "Wieser Bernard" <bernard.wieser%entferne%@utanet.at> Subject: Re: Bau von Krötentunnel Lieber Dietmar! Das mit den eingebauten Leitungen ist natürlich blöd. Das zeigt wieder, daß man sich beim Verlegen solcher Leitungen viel zu wenig Gedanken macht. Wir haben ebenfalls vor drei Jahren eine Amphibienschutzanlage in eine Bundesstraße eingebaut. Breite ca. 15 m. Es wurden Rohrdurchlässe verwendet (Kastenprofile waren geünscht). Vier Durchlässe mit 1 m Querschnitt (Innendurchmesser) eines davon als Einlauf für einen Teich mit seitlichen Wanderhilfen, die jedoch ständig unter Wasser stehen, die anderen drei bis zu einem Dritel der Höhe mit Betonfundament und Humusauflage, und ein Rohrdurchlass aus Kostengründen mit 60 cm Querschnitt ohne Humusauflage und Betonfundament im Rohr wurden eingebaut. Dazu kommen Leitelement mit 50 cm Höhe und Nase an der Oberkante aus Beton (fugendicht)auf jeweils 350 Meter links und Rechts der Straße. Aus Hochwasserschutzgründen mußten drei Hochwasserbehälter an den trockenen Durchlässen mit 1 m Querschnitt gebaut werden, die auf einer Seite das Licht nehmen. Die Rohre wurden ca. 70 cm bis 1 m unter der Straße verlegt mit einem min. 4 %igem Gefälle (leider, weil wir nicht dabei waren, in die falsche Richtung, Richtung Hochwasserbehälter und nicht Richtung Teich). So konnte etwa Regenwasser nicht in die trockenen Durchlässe einsickern. Nach nunmehr zweijährliger Untersuchung hat sich zuerst einmal herausgestellt, daß trockene Durchlässe überhaupt nicht angenommen werden. 'D. h. wir mußten mit der Feuerwehr die Rohre jedesmal vor der Wanderungszeit ausspritzen. Auch dann war das noch zu wenig, weil der Lichteinfall durch die Hochwasserbehälter extrem dezimiert war. Also haben wir Fallen aus Holz eingebaut, sodaß die Tiere nur noch in eine Richtung wandern konnten, nämlich durch das Rohr. Das hat dann bei den ausgespritzen Rohren funktioniert. Nach der Hinwanderung wurden die Fallen wieder entfernt und auch die Rückwanderung hat funktioniert. Beim Zulaufdurchlass waren wir zuerst nicht überrascht, als die Tiere nicht durchgehen wollten. Einige haben wir wieder in den Zulauf hineingeworfen und sie wurden mit der Strömung durch das Rohr transportiert. Die meisten sind im ersten Jahr noch seitlich herausgeklettert, im zweiten Jahr haben sie sich scheinbar daran gewöhnt und das Rohr benutzt. Was nie funktioniert hat war das trockene 60 cm Rohr! Auf der Bach-Seite konnten wir eine Umkehreinrichtung einbauen, auf der anderen Seite nicht. Die erste Generation von juvenilen Amphibien benutzte zwar die angefeuchteten breiten Rohre aber nicht das 60 cm Rohr, das auch nach Anfeuchten nur ein, zwei Tage feucht blieb. Im Endeffekt landeten diese wieder auf der Straße, weil das kleine Rohr am Ende der Anlage eingebaut wurde. Auch bei den Leiteinrichtungen haben wir manche Dinge nicht bedacht. So haben wir kein nach Außen gerichtetes Gefälle eingebaut. Das Böschungsmaterial der Straße landete jedes Jahr bis zu 10 cm hoch auf der Leiteinrichtung. Bei einem Regen hätte sie sich selbst gereinigt. Auch wurde von der Straßenverwaltung die Böschungsmahd nicht richtig durchgeführt, d. h. es wurde gemulcht und der Graswuchs oberhalb der Leiteinrichtung führte dazu, daß immer mehr Gras- und Kleematerial über die Leiteinrichtung herunter hängt und somit die Leiteinrichtung teilweise nicht mehr funktionierte, da die Amphibien am Gras z. T. hinaufklettern konnten. Ich empfahl daher die Mahd und das Abtransportieren des Mähgutes aus der Böschung. Die durch die Schneeräumung im Winter verursachte Verschmutzung der Leiteinrichtung, welche eine 50 cm breite betonierte Lauffläche hat war ebenso jedes Frühjahr bis jetzt ein Problem und bedeutete wiederum zusätzlichen Arbeitsaufwand. Reinigt man die Lauffläche nicht so wächst noch im selben Jahr das Gras an und die Leiteinrichtung funktioniert nicht, weil den Tiere diesmal von unten über die Leitung geholfen wird. Auch wenn wir noch einiges zu lernen haben, die grundsätzlichen Dinge haben wir bereits begriffen. Bei Deinen Schwierigkeiten würde ich versuchen, die Tiere schon vor der Straße zu kanalisieren und sie dann bei einer günstigen Stelle unter der Straße durchzuleiten! Mit einem Grabensystem wäre das machbar, wenn sie nicht wieder rausklettern können. Wir haben auch beobachtet, daß die Tiere längere Wege in Kauf nehmen, wenn diese günstig ausgestaltet sind (Annäherung zum Laichgewässer entlang eines feuchten Grabens (min. 40 % nutzen diese Gelegenheit)). Mit ein bischen Nachhilfe kommst Du auf 70 %. Ich betreue jährlich ungefähr 20 Wanderstrecken mit ca. 200 Freiwilligen auf einer Gesamtlänge von über 7 km Zaun. Im Amphibienschutz arbeite ich seit 1993 im warmen, tiefliegenden Südosten der Steiermark. Wir haben hier zahlreiche Teichwirtschaften und ziemlich viel Pendler-Verkehr. Viele Grüße aus Österreich. Bernd

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#5. Re: Bau von Krötentunnel - von Thomas Adam
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Date: Sun, 8 Apr 2001 von: "Thomas Adam" <thomas.adam%entferne%@epost.de> Subject: Re: Bau von Krötentunnel Liebe Mitglieder der Amphibienliste, die Aussage von Frau Geise, dass die Rundröhren nicht von den Amphibien angenommen werden, muss ich nach den mir bekannten baden-württembergischen Untersuchungen unbedingt bestätigen! Es muss beim Bau von Straßendurchlässen unbedingt die Kastenform der Durchlässe gewährleistet sein, d.h. eine ebene Wanderfläche von bestenfalls mehr als einem Meter Breite! Entscheidender Knackpunkt weiterhin: der Tunnel darf in seinem Innern nicht trocken sein! Dieses Problem hatten wir bei Bruchsal, und es wurde erst durch eine Bewässerung des Tunnels gelöst. Denn unsere Durchlässe unter der Bundesstraße 3 sitzen auf Lößboden auf, der natürlich rasch durchtrocknet. Was also sollen nun die wandernden Amphibien, die in strömendem Regen den Tunneleingang erreichen, davon halten, über einen knochentrockenen Boden ihre Wanderung fortzusetzen? Also gab es nur eine sehr schlechte Durchwanderung im ersten Jahr! In diesem Frühjahr haben wir rechtzeitig mit der örtlichen Feuerwehr Wasser in den Tunnel laufen lassen, so dass der Innenboden zumindest etwas durchfeuchtet war, und entsprechend stärker war die Frequentierung! Man sieht, es gilt, was Frau Geise schreibt: so einfach ist Artenschutz auch nicht! Es müssen sehr stark die individuellen und populations- bzw. artspezifischen Verhaltensweisen der Tiere berücksichtigt werden, sonst kann es rasch passieren, dass ein gut gemeintes Amphibienprojekt nicht für den Frosch, sondern für die Katz' ist. Viel Glück und Erfolg allen Amphibienschützern! Thomas Adam von http://froesche.untergrombach.net

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#6. Re: Bau von Krötentunnel - von Thomas Bader
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Date: Sun, 08 Apr 2001 von: Thomas Bader <h8840723%entferne%@edv1.boku.ac.at> Subject: Re: Bau von Krötentunnel S. g . Hr. Bidlingmaier, es gibt vorgefertigte U-Kanäle (mit Deckeln), die als Kabelverlegeschächte verwendet werden. Es handelt sich dabei um Stahlbetonfrtigteilelemente mit verschiedenen Abmessungen. (zB. 50 oder 60 b x 30 oder 40 h cm) In Österreich gibt es zB die Firma Ebenseer, die diese Systeme herstellt. Möglicherweise sind diese Systeme für Ihre Zwecke geeignet. Prospekte, Abmessungen und Preise liegen mir in Form von Firmenprospekten vor. mfG Th. Bader

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#7. Re: Bau von Krötentunnel - von Benedikt Schmidt
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Date: Mon, 09 Apr 2001 von: "Benedikt Schmidt" <bschmidt%entferne%@zool.unizh.ch> Subject: Re: Bau von Krötentunnel Die vielen Antworten zu der Anfrage zeigen für mich vorallem etwas: Bei der Planung und beim Bau von Amphibientunneln müssen unbedingt erfahrene Biologen (oder Biologinnen) mitarbeiten. Wenn man die Planung nur den Ingenieuren überlässt, dann dürfte die Anlage im Normalfall nicht funktionieren. MfG Benedikt

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#8. Re: Bau von Krötentunnel - von Karina Smole-Wiener
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Date: Mon, 9 Apr 2001 von: Karina Smole-Wiener <karina%entferne%@aon.at> Subject: Re: Bau von Krötentunnel Liebe Amphibienfreunde, Kastendurchlässe mit Mindestmassen von 100cm x 60cm haben sich bisher als Optimum für Amphibienwanderungen erwiesen. Auch bei uns in Kärnten (österreich) wurden in den vergangenen Jahren vielfach Rohrdurchlässe eingebaut, die von den wandernden Amphibien nur unzureichend genutzt werden (pers. Beobachtungen). Leider gibt es Strassensituationen, in denen die Tunnel mit den geforderten Ausmassen nicht einsetzbar sind. Von der Fa. ACO gibt es einen Durchlass mit 50 cm Breite und 31cm Höhe, oben auf ca. 15cm Breite offen (mit Stegen). Leider habe ich keine Erfahrungen bezüglich der Tauglichkeit dieser Durchlässe (zur Ansicht unter http://www.aco.ch). Die älteren, kleineren ACO-Tunnel werden in Kärnten auch nur ungenügend angenommen. Vielleicht kennt jemand eine Amphibienwanderstrecke, an der dieses neue System zum Einsatz kam - Erfahrungen damit würden mich sehr interessieren. Liebe Grüße Karina Karina Smole-Wiener Wehrweg 1 A-9020 Klagenfurt

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#9. Re: Bau von Krötentunnel - von Mysliwietz Rainer
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Date: Mon, 9 Apr 2001 von: "Mysliwietz Rainer" <rainerm%entferne%@gmx.net> Subject: Re: Bau von Krötentunnel Hallo Dietmar Ich bin zwar kein Spezialist in Sachen Krötentunnel, aber ich kenne unter anderem einen Tunnel, der auch nur so klein wie der von Dir beschriebene ist. Obwohl nur 6m lang, und darüber Straßenkanalgitter zur Befeuchtung angelegt wurden, wird er viel zu wenig angenommen! Für die Fotos einiger durchwandernder Kröten mußte ich ziemlich lange warten. In österreich laufen einige Vergleichstunnelanlagen (Oder sind gerade im Bau) Dabei werden verschiedene Bauformen, Materialien oder auch Untergründe auf Effizienz geprüft. (über Ergebnisse wissen andere Listenteilnehmer allerdings mehr.) Solche Rohre wie Du Sie beschreibst, sind meines Wissens gar nicht dabei. Ein vorhandenes Amphibienleitsystem mit Tunnel wird in der Praxis meist das Ende aller Geldmittel und Prüfungen sein. (Es trägt dann natürlich auch keiner mehr die Kröten über die Straße) Denn so gewissenhafte Nachkontrollen und Wartungsarbeiten wie sie Bernd in der Steiermark macht sind eher die Ausnahme. Damit will ich sagen, wenn eine solche Anlage errichtet wird, dann m u ß sie wirklich funktionieren sonst kann das Endergebniss schlechter sein als vorher. Also auf jeden Fall einen wirklichen Fachmann hinzuziehen, denn nicht richtig funktionierende Tunnels gibt es schon genug. -- Schöne Grüße aus Bad Ischl ´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´´ ° Rainer Mysliwietz rainerm%entferne%@gmx.net ° Austria ° Die Amphibien des Salzkammergutes (Bad Ischl) ° http://linz.orf.at/gast/rainerm/index.htm ``````````````````````````````````````````````````````````

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#10. Re: Bau von Krötentunnel - von Copris
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Date: Mon, 9 Apr 2001 von: copris%entferne%@t-online.de (Copris) Subject: Re: Bau von Krötentunnel Hallo, zu diesem Thema kann ich folgende Werke wärmstens empfehlen: Frey, E. & J. Niederstraßer (2000): Baumaterialien für den Amphibienschutz an Straßen. Ergebnisse der Eignungsprüfung an einer Anlage. - Fachdienst Naturschutz. Artenschutz 3. (Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg). 159 S. Küster, F. et al. (2000): Markblatt zum Amphibienschutz an Straßen MAmS. Allgemeines Rundschreiben Straßenbau Nr. 2/2000. - Bonn (Bundesmin. für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen). 28 S. Müller, S. & G. Berthoud (1995): Sicherheit Fauna/Verkehr. Praktisches Handbuch für Bauingenieure. - Lausanne (LAVOC). 135 S. Außerdem kann man bei der Firma ACO/Durotec Informationsmaterial bestellen. DIe Adresse: Durotec Postfach 320 Am Ahlmannkai 24782 Büdelsdorf Erfahrungen mit diesem System liegen auch vor, das Unabhängige Kuratorium Landschaft (Dr. Kuno Brehm) hat eine Pilotanlage bei Brunkendorf (?) in SH installiert und betreut diese seit den späten achtiziger Jahren. Außerdem gibt es mit diesem System den Henley Road Tunnel in Großbritannien. Die Köten und Frösche marschieren da anscheinend unter einer Autobahn durch. Beste Grüße Wolfgang A. Rowold Arbeitsgemeinschaft COPRIS Grossenbreden 17 Germany - 37696 Marienmuenster Tel.: +49 (0)5276 8617 FAX: +49 (0)5276 8795 e-mail: copris%entferne%@t-online.de http://www.copris.de

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#11. Anfrage: Mobile Amphibienschutzzäune - von Hans-Joachim Scheckeler
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Date: Mon, 9 Apr 2001 von: "Hans-Joachim Scheckeler" <Ha-Jo.Scheckeler%entferne%@gmx.de> Subject: Anfrage: Mobile Amphibienschutzzäune Hallo Amphibienfreunde ! Wer hat jetzt oder nach der laufenden Amphibiensaison gebrauchten mobilen Amphibienschuzzaun abzugeben, entweder Marke Zieger "Flex" oder Maybach mit undurchsichtiger Folie? Ihr könnt gerne auch Einzelkomponenten anbieten. Herzliche Grüße, Hans Joachim Scheckeler (eMail Ha-Jo%entferne%@Scheckeler.de)

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#12. Re: Bau von Krötentunnel - von Wieser Bernard UTA
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Date: Mon, 9 Apr 2001 von: "Wieser Bernard" <bernard.wieser%entferne%@utanet.at> Subject: Re: Bau von Krötentunnel Was kosten Krötentunnel? Unsere Anlage in Hainfeld bei Leitersdorf im Raabtal an der B 57 wurde nach fast 20 jähriger Sammelzeit und damit verbundener Untersuchungen nach Druck über die Medien endlich bewilligt und im Zuge einer Straßensanierung eingebaut. Die Straßensanierung ging über ca. 1 km und kostete nach Voranschlag ungefähr 20 Millionen Schilling (nicht ganz 3 Mio Mark). Für den Einbau der Krötentunnel waren 800.000,-- Schilling (knapp über 100.000 Mark) veranschlagt. Die Planung, die wir ehrenamtlich begleitet und mit einem Wasserbau-Ingenieur zusammen gezeichnet haben, hatte vorgesehen, die Leiteinrichtungen V-förmig zu den Durchlässen zu führen und mit einem Kanalgitter über der Eingangsportale auszustatten. Diese wäre somit auf einem Radweg installiert worden und nicht weiter größeren Belastungen ausgesetzt gewesen. Der Radweg verlängerte die Röhren zusätzlich um 3 Meter. Man kam durch den Radweg in die Hochwasserzone und mußte Hochwassersicherungen einbauen. Die Lichtgitter wurden uns sofort gestrichen. Der Einbau der Rohre begann während meiner Urlaubszeit. Als ich zurückkam, mußte ich feststellen, das zwei Rohre zu wenig eingebaut wurden. Die Rohre wurden ca. 65 bis 70 m auseinandergezogen und an einem Ende fehlte eines. Sofort habe ich mich bei den zuständigen Beamten gemeldet und zumindest das letzte Rohr gefordert. Nach langem hin und her wurde nachträglich noch einmal die Asphaltdecke aufgerissen und ein nur 60 cm im Querschnitt breites Rohr eingebaut. Die von uns geforderten Umkehrkästen an den Enden (also 4 Stück) wurden uns erst auf ständiges Drängen nach einem Jahr gewährt, nachdem wieder ein Großteil der anwandernden Amphibien auf die stark frequentierte Straße (ca. 1000 Autos je Stunde während der Abenddämmerung) gelangt war und den Tod fand. Wäre alles nach unseren Plänen gelaufen hätten wir am Schluß Mehrkosten von ca. 50.000,-- Schilling gehabt und 6 funktionierende Durchlässe. So haben wir nur 4 teilweise funktionsfähige Tunnel bei Mehrkosten von 1 Mio Schilling. Soviel zu den Sparmaßnahmen im Straßenbau. Abgesehen davon wurde unsere Arbeit überhaupt nie honoriert. Ein Detail am Rande: In österreich werden durch Steuern im Bereich Verkehr 300 Milliarden Schilling jährlich eingenommen. Der Schaden an den Naturgütern ist unermesslich. Die Ausgleichsmaßnahmen kaum vorhanden. Bernd aus Feldbach

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#13. Kleine Mitteilung - von Sebastian Voitel
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Date: Mon, 23 Apr 2001 von: seb_olm%entferne%@t-online.de (Sebastian Voitel) Subject: Kleine Mitteilung Kleine Hobby-herpetologische Mitteilung: während im Südharz/Tiefland die Teich- und Kammmolche schon Anfang April kräftig Eier gelegt haben, scheint im Harz noch viel zu schlafen. Ich sah an mir bekannten Stellen weder Bergmolche oder Fadenmolche (bei uns eine Rarität), eine einzige Erdkröte hörte ich an den Osterfeiertagen, jedoch sah ich bisher noch keine Laichschnüre oder die Laichballen der Grasfrösche. Im Periodischen See des Südharzer Karst (Questenberg), eine der letzten Stellen wo man noch so weit östlich Geburtshelferkröten finden kann, entdeckte ich zahlreiche tote Erdkröten die schon einige Zeit im kalten Wasser gelegen haben müssen und sich schon auflösten. Selbes würde mir auch aus Halle (Saale) berichtet, wo die Erdkröten den Kälteeinbruch und die damit verbundene Trägheit mit dem Leben bezahlen mussten. Das sind natürlich keine statistisch relevanten Untersuchungen, aber die Einzellbeobachtungen eines Hobbyherpetologen. Viele Grüße Sebastian Voitel.

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#14. AW: Kleine Mitteilung - von Wieser Bernard UTA
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Date: Tue, 24 Apr 2001 von: "Wieser Bernard" <bernard.wieser%entferne%@utanet.at> Subject: AW: Kleine Mitteilung Kleine Massensterben in Tümpeln und Swimmingpools habe ich schon des öfteren beobachtet. Sogar in Teichen mit relativ flachen Ufern passiert das. Zumeist fehlen jedoch Ufervegetation und die Möglichkeit des Eingrabens. Man kann da helfen, wenn man Bretter oder Firstziegel auflegt, wo sich Amphibien darunter verkriechen können, wenn das Laichgeschäft hinausgezögert wird. Bei uns haben die Braunfrösche schon Mitte März gelaicht. Durch den Kälteeinbruch ist es zu einer Unterbrechung gekommen. Trotzdem haben es die meisten Kröten bis 18. März geschafft, was gegenüber den vergangenen Jahren um etwa zwei bis drei Wochen früher war. Jetzt schwimmen bereits die ersten Kaulquappen in den Teichen. Mit den Kaulquappen der Knoblauchkröte rechne ich je nach Witterung gegen Anfang Mai oder etwas später. Viele Grüße aus der Südost-Steiermark Bernd

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#15. Re: Flora vista - Vereinstreffen 27.4.01 - von Markus Schmalwieser
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Date: Wed, 25 Apr 2001 von: Markus Schmalwieser <a8805953%entferne%@unet.univie.ac.at> Subject: Re: Flora vista - Vereinstreffen 27.4.01 Datum: Freitag 27.4.2001! Markus Schmalwieser wrote: Wie jedes Monat ist es wieder soweit: Floravista-Vereinstreffen. Alle Interessierten mit Freunden sind herzlich eingeladen uns in Stopfenreuth zu besuchen.Wir sind ab ca.14h dort und erwarten Euer gemächliches Eintrudeln. Es ist kein offizielles Fest, wie uns aber die Erfahrung lehrt, kann sich der gemütliche Ausklang bis spät in die Nacht hinziehn. Bei halbwegs schönem Wetter Grillen. Beste Grüße Markus www.floravista.at

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#16. Erscheinungstermin? - von Thomas
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Date: Wed, 25 Apr 2001 von: Thomas <Thomas%entferne%@lurche.de> Subject: Erscheinungstermin? Hallo liebe Listenmitglieder, kann mir jemand sagen, ob das "Handbuch der Reptilien und Amphibien Europas, Bd.4/2, Schwanzlurche" noch in 2001 erscheint (erscheinen soll)? Gruß, Thomas

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#17. Re: Erscheinungstermin? - von Burkhard Thiesmeier
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Date: Fri, 27 Apr 2001 von: Burkhard Thiesmeier <thiesmeier%entferne%@cityweb.de> Subject: Re: Erscheinungstermin? Wir streben an, die MS bis Ende 2001 druckfertig zu haben, sodass der Band erst im Laufe 2002 erscheinen kann. Viele Grüße B. Thiesmeier -- Absender: Dr. Burkhard Thiesmeier http://www.laurenti.de Am Born 11 D-44894 Bochum Tel.: 0234/309309 Fax: 0234/309312 E-Mail: thiesmeier%entferne%@cityweb.de

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#18. Laubfroschrufe - von Horst Wagenfeld
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Date: Thu, 26 Apr 2001 von: "Horst Wagenfeld" <howaberlin%entferne%@hotmail.com> Subject: Laubfroschrufe Hallo Leute! Nun soll es ja endlich langsam bergauf gehen mit den Temperaturen. Daher frage ich noch einmal in den "Raum" nach Laubfroschvorkommen in der Nähe Berlins. Im stadtgebiet ist die Art ausgestorben, aber im brandenburger Umland gibt es noch Inselvorkommen. Nur, wo genau? Ich möchte zwecks Tonaufnahmen (für die Diplomarbeit eines Freundes) an den im Mai zu erwartenden lauen Abenden Exkursionen dorthin unternehmen. Wer kann mir die nächstgelegendsten Fundorte nennen? Interesse habe ich auch für Vorkommen der Kreuzkröte (ebenfalls für Aufnahmen der Rufe). über baldige und genaue Angaben würde ich mich freuen. Danke! Dipl. Ing. Landschaftsplanung Horst Wagenfeld Reichenberger Straße 140 10999 B E R L I N Tel.: (030) 618 95 09

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#19. Re: Laubfroschrufe - von Sebastian Voitel
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Date: Fri, 27 Apr 2001 von: seb_olm%entferne%@t-online.de (Sebastian Voitel) Subject: Re: Laubfroschrufe Hallo Herr Wagenfeld, wenn es Ihnen nur um die Rufe geht könnte ich Ihnen diese in CD Qualität zusenden. Sowohl von mittel als auch westeuropäischen Hyla a. und Bufo c.. Allerdings fehlen mir dazu Temperatur, Gewichtsangaben usw.. Ansonsten dürfte es für einen Diplomand ein Leichtes sein über eine Bibliographie an aktuelle Verbreitungskarten heranzukommen. In Berlin & Brandenburg gibt es doch die Feldherpetologischen Mitteilungsblätter "Rana". Viel Erfolg Sebastian Voitel.

Reply to: Sebastian Voitel

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