1. Neu im Netz/Rotbauchunken
Date: Sat, 2 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Neu im Netz/Rotbauchunken
Hallo zusammen,
Als neuer Leser/Schreiber im Frosch-Netz hatte ich mir Eure mails vom Mai sowie
Juni geladen. Allerdings löschte mir das neueste T-Online-Update sämtliche
mails von der Platte und ließ mich im Trockenen sitzen...
Aber zumindest weiß ich noch, daß es einmal um Rotbauchunkenvorkommen ging.
Dazu die kurze Info, daß es bei uns im Leipziger Raum noch Restpopulationen
gibt: Eine stark rückläufige Population im Norden sowie ein kleiner Bestand
südwestlich. Wie auch anderswo war diese Art hier früher weit verbreitet, doch
zog sie bei Müllverkippungen, Grundwasserabsenkungen (Leipziger Auwald),
Siedlungsdruck usw. den Kürzeren.
Viele Grüße
Andy
TOP
2. Gewölle
Date: Sat, 2 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Gewölle
Hallo,
beschäftigt sich eine/r von Euch zufällig mit Gewöllen und darin enthaltenen
Amphibienteilen?
(Für diejenigen, die sich nicht mit Gewöllen beschäftigen: Gewölle sind
Speiballen von Eulen u. a. Vögeln, die alle unverdaulichen Beuteteile [Knochen,
Fell, Chitinteile] enthalten und wieder ausgewürgt werden. Anhand des Inhalts,
insbesondere der Zähne von Kleinsäugern, kann bestimmt werden, was gefressen
wurde.)
Schönes Wochenende
Andy
TOP
3. Re: Neu im Netz/Rotbauchunken
Date: Sun, 3 Aug 1997
From: walden%entferne%@t-online.de
Hallo Nachbar,
erstrecken sich Deine Beobachtungen im Südwesten Leipzigs bis in den Burgenlandkreis? Dann
könnten Deine Daten unsere Gewässerkartierung bereichern.
Herzliche Grüße
Dirk
--
walden%entferne%@t-online.de
The Saunterer says:
Living much out of doors, in the sun and wind,
will produce more air and sunshine in our thoughts.
TOP
4. Ersatzlaichgewässer
Date: Mon, 4 Aug 97
From: Ulrike.Geise%entferne%@t-online.de
Subject: Ersatzlaichgewässer
Hallo,
leider beschäftige ich mich derzeit weder mit Rotbauchunken (gibt es in
Unterfranken nicht...) noch mit Gewöllen (sorry). Dafür läuft mir im
Zusammenhang mit Strassenbaumaßnahmen immer wieder die Frage zum Erfolg oder
Mißerfolg von Ersatzlaichgewässern über den Weg. Gibt es jemanden, der mit
Ersatzlaichgewässern Erfahrung hat? Gibt es erfolgreiche (mit oder ohne
zusätzlichen Schutz an der Strasse)? Wenn ja, warum sind sie wohl erfolgreich?
Gibt es regionale Vorlieben: wo werden besonders gerne Ersatzlaichgewässer als
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen angepeilt?
Ich bin sehr auf Eure Antworten gespannt!!!
Einen schönen Sommer wünsche ich allen
Ulrike
TOP
5. Re: Neu im Netz/Rotbauchunken
Date: Mon, 4 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Neu im Netz/Rotbauchunken
> > Aber zumindest weiß ich noch, daß es einmal um Rotbauchunkenvorkommen
> ging.
> erstrecken sich Deine Beobachtungen im Südwesten Leipzigs bis in den
> Burgenlandkreis? Dann könnten Deine Daten unsere Gewässerkartierung >
bereichern.
Hallo Dirk,
wird leider nichts mit der Bereicherung, da sich die o. g. Population nahe am
Leipziger Stadtrand befindet. Weitere aktuelle Rotbauchunkenvorkommen kenne ich
nicht (bis auf die zwei genannten).
Übrigens habe ich auch in den letzten Monaten Amphibienkartierungen
durchgeführt (für den NABU), allerdings weniger artenreiche (aber nicht minder
interessante) städtische Gewässer (in der Regel Grünfrösche und
Teichmolche).
Viele Grüße
Andy
TOP
6. Re: Ersatzlaichgewässer
Date: Tue, 5 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: Ersatzlaichgewässer
> Hallo....
>Dafür läuft mir im
> Zusammenhang mit Strassenbaumaßnahmen immer wieder die Frage zum Erfolg
oder
> Mißerfolg von Ersatzlaichgewässern über den Weg. Gibt es jemanden, der
mit
> Ersatzlaichgewässern Erfahrung hat? Gibt es erfolgreiche (mit oder ohne
> zusätzlichen Schutz an der Strasse)? Wenn ja, warum sind sie wohl
erfolgreich?
> Gibt es regionale Vorlieben: wo werden besonders gerne
Ersatzlaichgewässer als
> Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen angepeilt?
> Ich bin sehr auf Eure Antworten gespannt!!!
>
> Einen schönen Sommer wünsche ich allen
> Ulrike
Hallo Ulrike
Am 27./28.9.1997 nehme ich an einem "Treffen der Feldherpetologen
Österreichs" teil. Stattfinden tut das im Salzburger Land an der Grenze zu
Bayern.
Dabei geht es auch um die Übersiedelung von Amphibien seit
mehreren Jahren an einem konkreten Projekt:
Dort werden im Zusammenhang mit Amphibienschutz an Straßen seit
mehreren Jahren Amphibien (Springfrosch (Rana dalmatina), Grasfrosch (Rana
temporaria), Erdkröte (Bufo bufo), Bergmolch (Triturus alpestris),
Kammolch (Triturus cristatus) und Teichmolch (Triturus vulgaris))
umgesiedelt. Die Kammolchpopulation (Triturus cristatus cristatus) wird im
Rahmen einer Diplomarbeit bezüglich ihrer Habitatwahl untersucht. - Soweit
zumindest ein Textausschnitt. Im September kann ich Dir mehr berichten.
Ist eigentlich zufällig jemand unter den Listenteilnehmern, der an diesem
Treffen teilnimmt?
Schöne Grüße aus Bad Ischl
Rainer
TOP
7. Futterhändler?
Date: 7 Aug 1997
From: kl001af%entferne%@sparcserver.lrz-muenchen.de
Subject: Futterhändler?
Liebe Amphibienfreunde,
Ich lebe in München und habe ein kleines Problem mit dem
Besorgen von Lebendfutter. Beim Dehner am Viktualienmarkt
bekommt man fast immer alles, beim Zoofachmarkt am
Frankfurter Ring zur Zeit auch (nur mit dem Auto erreichbar)
und beim Zoohändler beim Wertkauf nebenan fast nie etwas.
Ich brauche halt immer Heimchen, Grillen und Tubifex.
Was ich beim einen kriege hat der andere nicht usw.
Wer kennt noch gute Zoohandlungen / Futterhandlungen in
München oder in Rosenheim?
Beste Grüße,
Uli
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Kunchintzki, Ulrike
Salvatorplatz 2
80327 München - Germany
kl001af%entferne%@sunmail.lrz-muenchen.de
TOP
9. Re: Futterhändler?
Date: Sat, 09 Aug 1997
From: rolftobler%entferne%@swissonline.ch
Subject: Re: Futterhändler?
kl001af%entferne%@sparcserver.lrz-muenchen.de wrote:
Hi Uli
Ich kenne zwar keine Futterhändler in Deiner Umgebung, kann Dir aber
eine Grillenfarm angeben, die Heimchen und drei weitere Grillenarten in
gewünschter Größe per Post verschickt. Es gibt Lieferabonnemente. Die
Farm liegt in der Nähe von Basel.
Die Adresse lautet:
GRIGFARM
J. Rotter & Co.
CH-4443 Wittinsburg
Tel.:0041 62 299 18 78
Fax: 0041 62 299 27 01
Am besten erkundigst Du Dich direkt bei dieser Adresse.
Freundliche Grüße
Ursina
TOP
10. Re: Gewölle
Date: Sun, 10 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: Gewölle
Hallo Andy
Ich habe gar nicht gewußt, daß man aus Gewöllen so viel erkennen kann.
Ist denn der Anteil an Amphibien schon hoch? Und könnte man auch
eventuell auf die Amphibienarten (zumindest Molche/Frösche?) schließen?
Schöne Grüße aus Bad Ischl.
Rainer
TOP
11. Re: Gewölle
Date: Mon, 11 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Gewölle
Hallo Rainer,
> Ich habe gar nicht gewußt, daß man aus Gewöllen so viel erkennen kann.
> Ist denn der Anteil an Amphibien schon hoch? Und könnte man auch
> eventuell auf die Amphibienarten (zumindest Molche/Frösche?) schließen?
> Schöne Grüße aus Bad Ischl.
> Rainer
Je nach Gewöllproduzent kann man fast alle Arten bestimmen: Vor allem Eulen
hinterlassen in ihren Gewöllen in der Regel alle Zähne usw., die für eine
Bestimmung der Beutetiere notwendig sind. Graureiher wiederum haben eine so gute
Verdauung, daá man sehr häufig leere Gewölle - nur Haare und keine Knochen oder
Chitinteile - hat (obwohl diese Vögel sich ja sehr vielseitig ernähren:
Kleinsäuger, Amphibien, Fische, Insekten). Graureihergewölle habe ich mal
untersucht, um den angeblich so hohen Anteil an Nutzfischen zu bestimmen. Da sie
auch Amphibien erbeuten, hoffte ich auch auf solche Bestandteile, doch
hinterließ die o. g. gute Verdauung keine Frosch- oder gar Molchreste. Des
weiteren ernähren sich ja bekanntlich auch Weißstörche von Amphibien; aber auch
hier konnte ich leider noch nie derartige Bestandteile feststellen (auch sehr
gute Verdauung). Daher interessiert es mich, wer schon einmal Amphibien in
Gewöllen bestimmt hat. Mögliche Bestandteile von Fröschen und Kröten, nach denen
man eine Artbestimmung vollziehen könnte, wären z. B. Teile des Kopfes. Die
einzige Literatur, die ich kenne, in der die verschiedenen Knochen beschrieben
werden, ist von Engelmann, Fritzsche, Günther und Obst: Lurche und Kriechtiere
Europas (Neumann Verlag Leipzig - Radebeul). Kennt jemand noch andere Literatur?
Sonnige Grüße aus Leipzig
Andy
TOP
12. Re: Ersatzlaichgewässer
Date: Mon, 11 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Ersatzlaichgewässer
Hallo Ulrike,
> ... Dafür läuft mir im
> Zusammenhang mit Strassenbaumaßnahmen immer wieder die Frage zum Erfolg oder
> Mißerfolg von Ersatzlaichgewässern über den Weg. Gibt es jemanden, der mit
> Ersatzlaichgewässern Erfahrung hat?
Konkrete Erfahrungswerte kann ich Dir leider nicht übermitteln, da mir derzeit
im hiesigen Raum keine solche Projekte bekannt sind (obwohl es manchmal den
Anschein hat, daß jeder Quadratzentimeter freien Landes mit einer neuen Strasse
bebaut wird und demzufolge Ersatzmaßnahmen getroffen werden müßten). Doch
stelle ich es mir schwierig vor, solche Ersatzlaichgewässer so "attraktiv" zu
gestalten, daß sie von den jeweiligen Amphibienarten angenommen werden.
Viele Grüße
Andy
TOP
13. Re: triturus alpestris
Date: Thu, 14 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: triturus alpestris
Hallo Kurt
Ich habe in einer Newsgroup eine vielleicht interessante Antwort auf eine
schon länger zurückliegende Frage von Dir gefunden.
Grüße aus Bad Ischl
Rainer
PS.: Der Trafo von dem unten die Rede ist, wird ein Gleichstrom-Netzteil
sein.
----------
Von: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
An: die%entferne%@mphibienfreunde
Betreff: triturus alpestris
Datum: Mittwoch, 02. Juli 1997 15:19
<Wer hat eine Idee - im Blick auf einen neuen Anlauf in Sachen
<Molchzucht (diesmal vielleicht Pyrrhogaster) -, wie man die Behälter und
<Wassertemperatur unter die Zimmertemperatur drücken kann?
<Vielen Dank, bis bald
<Kurt.
<Reply: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
<Privat: Kurt Erlemann, Schwelmestraáe 50a, D-58332 Schwelm
---------
> Von: Mario Teetzen <mt%entferne%@bluna.ruhr.de>
> Newsgroups: de.rec.tiere.aquaterra
> Betreff: Re: Aquarienwasser kühlen - Hilfe! Argz! :((
> Datum: Mittwoch, 13. August 1997 19:43
>
> On Wed, 13 Aug 1997 15:54:13 GMT, langer%entferne%@online-club.de (Alexander
> Langer) wrote:
>
> >Kann mir mal bitte schnell jemand sagen, wie ich 250 Liter Wasser
> >permanent um 5-7 Grad kühlen kann?
>
--- Mit Peltier-Elementen (aus dem Elektronik-Bastelladen).
---Am einfachsten bei einem externen Filter:
---
---Einfach im Einlaufschlauch ein Stück eventuell plattgeklopftes VA-Rohr
---(kein Kupfer) einschleifen, mit den Peltierelementen mittels
---Wärmeleitpaste verkleben, Peltierelemente an passenden Trafo
---anschließen, dabei auf richtige Polung achten (sonst wirds warm statt
---kalt), fertig.
---
---Mit 6 Elementen habe ich schon bequem innerhalb eines halben Tages
---600 Liter von > 30 Grad auf unter 27 gebracht.
---
---ciao, Mario (der momentan nur noch ein schnödes 160l Becken hat :-(,
---das er aber wenigstens nicht kühlen muß ;-)
TOP
14. Pflanzen für Amphibien?
Date: Fri, 15 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Pflanzen für Amphibien?
In meinem Garten sonnen sich derzeit auf vielen Gebüschen die jungen
Laubfrösche. Meistens dick und zufrieden, manchmal aber auch etwas
mickrig. Sehr "mollig" sehen übrigens jene aus, welche am Sommerflieder
(Buddleja davidii) - (auch Schmetterlingsstrauch genannt wegen der vielen
Schmetterlinge und anderen Insekten) die ihn besuchen - sind. Auch am
Phlox und seltsamerweise auf den Forsythien scheint ein guter Platz zu
sein. Nicht recht glücklich schien mir der, den ich heute auf der
Stechpalme sitzen gesehen habe.
Da ich gerade einen kleinen Wasserlauf in meinem Alpengarten angelegt
habe, und jetzt zu der Bepflanzung schreite, würde mich interessieren, ob
jemand Pflanzen kennt, welche Insekten anlocken. Vor allen Dingen denke
ich dabei an Futter für die Unken und ihre Nachkommen, die sich jetzt
dort schon recht wohl fühlen.
Auf Eure Vorschläge freut sich
ø Rainer Mysliwietz
ø Homepage: Die Amphibien des Salzkammergutes (Bad Ischl)
ø http://linz.orf.at/gast/rainerm/index.htm (tw. Baustelle)
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TOP
15. Re: Pflanzen für Amphibien?
Date: Fri, 15 Aug 1997
From: pigl%entferne%@rumms.uni-mannheim.de
Subject: Re: Pflanzen für Amphibien?
hi, probiers mal mit fleischfressenden
Pflanzen, die gibt es in fast jedem Blumenladen, oder mit Fliegenfallen,
wie z.B. dem Aronstab, oder mit den Pilzen Phallus impudicus und
Anthurus archeri, das sind Stinkmorchel und Tintenfischpilz, die Eier,
auch Hexeneier genannt gibt es auf saurem Boden in Laub- und
Nadelwäldern, zu erkennen am bestialischen Geruch. Wenn du nähere Fragen
dazu hast: pigl%entferne%@rumms.uni-mannheim.de
Gruß Rainer
TOP
16. Re: Pflanzen für Amphibien?
Date: Sat, 16 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Pflanzen für Amphibien?
Hallo Rainer,
für mögliche Sträucher kann ich Dir folgende Vorschläge unterbreiten:
Salweide Anziehungspunkt für bis zu 213 Insektenarten
Weißdorn 163
Schlehe 137
Haselnuß 112
Wildrosen 103
Brombeeren 85
Faulbaum 45
Kreuzdorn 45
Rote Heckenkirsche 40
Roter Hartriegel 32
Wildjohannisbeere 30
Gemeiner Liguster 21
Pfaffenhütchen 21
Wolliger Schneeball 17
Gemeiner Schneeball 17
Schwarzer Holunder 15
(aus "Heimische Sträucher", Broschüre des Naturschutzbundes)
Viele Grüße
Andy
TOP
17. Re: Pflanzen für Amphibien?
Date: Sat, 16 Aug 1997
From: walden%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Pflanzen für Amphibien?
Du mußt Deinen Garten nicht nach diesem Gesichtspunkt bepflanzen. Wenn Du
keine zu exotischen Pflanzen verwendest, finden sich bestimmt genügend
Insekten für Deine Unken.
Sehr viele Pflanzen locken Insekten an. In unseren Breiten nur die nicht,
die sich durch Windbestäubung oder Selbstbestäubung fortpflanzen. Oft
kann man bereits an Blütenform und -farbe erkennen, welche Insekten als
Bestäuber in Frage kommen. Es gibt Bienenblumen, Hummelblumen,
Fliegenblumen, Tagfalterblumen und Nachtfalterblumen. Wespenblumen sind
weniger häufig. Am wichtigsten für Amphibienfreunde sind wohl
Fliegenblumen.
Fliegenblumen:
Die Blüten haben meist eine unauffällige Farbe, oft Weiß oder
Grünlich. Sie sind entweder geruchlos oder unangenehm riechend (wie Aas).
Der Nektar ist frei zugänglich.
Fliegenblumen sind fast alle Doldenblütler, Wolfsmilchgewächse,
Holunder, Aaronstab, Kalmus, Moschuskraut, Froschlöffel, Knoblauchsrauke,
Gauchheil, Berg-Aster, Calla, Schaumkraut, Hornkraut, Schöllkraut,
Milzkraut, Hexenkraut, Weißdorn, Zimbelkraut, Krähenbeere, Winterling,
Pfaffenhütchen, Labkraut, Efeu, Wolfstrapp, Schattenblümchen,
Bibernelle, Fettkraut, Kreuzdorn, Pfeilkraut, Eberesche, Schneeball,
Schwalbenwurz.
Einige der genannten Pflanzen werden auch noch von anderen Insekten
besucht. Entsprechend untypisch ist der Blütenbau.
Bienenblumen:
Die Blüten sind lebhaft gefärbt, meist gelb oder blau, nie rot. Sie
duften nach Honig. Meist haben sie einen "Landeplatz" für die Bienen. Der
Nektar ist meist in der Tiefe der Blüte verborgen.
Bienenblumen sind viele Lippenblütler, Rachenblütler, Korbblütler,
Liliengewächse, Rosengewächse.
Hummelblumen:
Die Blüten sind meist hellblau und haben manchmal schwer zugängliche
Blüteneingänge.
Hummelblumen sind z. B. groáblütige Taubnesseln, Löwenmäulchen,
Stengelloser Enzian.
Tagfalterblumen:
Der Nektar ist so weit versteckt, daß nur die langrüsseligen
Schmetterlinge ihn erreichen können. Oft sind es farbenfrohe, rote
Blüten. "Landeplätze" fehlen.
Tagfalterblumen sind z. B. Karthaeuser-Nelke, Rote Lichnelke,
Frühlings-Enzian.
Nachtfalterblumen:
Sie sind meist hell (im Dunkeln leuchtend) gefärbt und haben einen
schweren, süßen Duft. Meist öffnen sich die Blüten erst abends. Der
Nektar ist tief versteckt.
Nachtfalterblumen sind z. B. Weiße Lilie, Weiße Lichtnelke, Nachtkerze.
Wem die deutschen Namen nichts sagen, kann noch einmal nachfragen.
Herzliche Grüße
Dirk
TOP
18. Danke
Date: Mon, 18 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Danke
Besten Dank für die vielen Informationen über Blumen und Insektenbesuche.
Ich habe zwar nicht wenig Ahnung von Pflanzen, aber ich habe trotzdem sehr
viel Neues dazugelernt.
Grüße aus Bad Ischl
ø Rainer Mysliwietz
TOP
19. Frösche, Molche, Teichrohrsänger und Libellen
Date: Sun, 24 Aug 1997
From: rolftobler%entferne%@swissonline.ch
Subject: Frösche, Molche, Teichrohrsänger und Libellen
Hallo allerseits
Ich habe wieder einmal einige Fragen zu den "Viechereien" meines
Ökosystems.
Zuerst zu den Fröschen:
Welche Froschart lebt jetzt noch am und im Teich? Als mögliche
Kandidaten könnte ich mir den Wasserfrosch, Rana "esculenta", den
Kleinen Teichfrosch, Rana lessonae, oder den Grasfrosch, Rana
temporaria, vorstellen.
Dann zu den Molchen: Ich konnte gestern keine Molche im Wasser mehr
entdecken, weder Berg- noch Fadenmolch. Wäre es möglich, daß sie sich
trotz der momentan warmen Temperaturen (um die 26 C) bereits
zurückgezogen haben? Und wohin?
Ich weiß ja, daß das hier ein Amphibienforum ist, vielleicht kann mir
aber auch jemand mit den Vögeln weiterhelfen. Ich habe gestern im
Schilf einen Teichrohrsänger, Acrocephalus scripaceus, entdeckt und
glaube, daß dort ein Paar brütet. Ist es möglich, daß dies bereits
die zweite Brut ist? Wann beginnt überhaupt die Brutzeit und wie oft
brüten sie in einer Saison?
Des weiteren glaube ich unter den drei Großlibellenarten meines
Ökosystems die Grüne Mosaikjungfer, Aeshna viridis, erkannt zu haben.
Diese Art ist aber auf Krebsscheren, Stratiotes aloides, angewiesen? In
welcher Weise braucht diese Libelle die Wasserpflanze? Das Problem ist
nur, ich kann diese Pflanze nirgends entdecken. Allerdings trifft die
Beschreibung ihres Standortes auf den Teich exakt zu und manchmal soll
sie die Wasseroberfläche auch gar nicht erreichen und unter Wasser
Blüten treiben. Kann ich davon ausgehen, daß sowohl Libelle als auch
Krebsschere mein Ökosystem bevölkern?
Allen, die mir eine Antwort schreiben, wäre ich ungeheuer dankbar, denn
ich benötige dringend Hilfe.
Also, liebe Grüße aus St. Gallen (CH)
Ursina
TOP
20. cynops orientalis
Date: Sun, 24 Aug 1997
From: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
Subject: cynops orientalis
Bei der Überlegung, welche Molcharten sich auch ohne Wasserkühlung in der
Wohnung halten lassen, bin ich auf cynops orientalis gestoßen. Die species
hat den Vorteil gg. ensicauda, daß sie nicht zu groß wird. Frage an alle:
Wer hat Erfahrung mit der species, insbesondere mit
Sozialisationsmöglichkeiten (xenopus laevis, xenopus gilli)? Vom Äußeren
(Wassertemperatur u.a.) scheint nichts dagegen zu sprechen. Ob sie sich aber
auch so mögen?
Vielen Dank
Kurt
erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
TOP
21. Grasfrosch und Teichmolch
Date: Mon, 25 Aug 1997
From: rolftobler%entferne%@swissonline.ch
Subject: Grasfrosch und Teichmolch
Hallo
Mir ist noch etwas eingefallen, das ich gestern vergaß zu fragen. Ich
habe da ein Problem, da die jungen Frösche ziemlich scheu sind und der
Teich ziemlich groß. Wann waren sie dieses Jahr vollständig
entwickelt? Ich konnte sie nämlich nur im Aquarium beobachten und da
stimmte der Zeitplan natürlich nicht. Das selbe Problem habe ich mit
den Molchlarven. Kann mir jemand weiterhelfen?
Ciao
Ursina
TOP
22. Re: Frösche, Molche, Teichrohrsänger und Libellen
Date: Tue, 26 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Frösche, Molche, Teichrohrsänger und Libellen
Hallo Ursina,
> Welche Froschart lebt jetzt noch am und im Teich? Als mögliche
> Kandidaten könnte ich mir den Wasserfrosch, Rana "esculenta", den
> Kleinen Teichfrosch, Rana lessonae, oder den Grasfrosch, Rana
> temporaria, vorstellen.
Ich nehme an, daß es sich um eine Grünfroschart handelt, also z. B. R. lessonae.
Grasfrösche wandern meiner Meinung nach spätestens im Juli ab.
> Dann zu den Molchen: Ich konnte gestern keine Molche im Wasser mehr
> entdecken, weder Berg- noch Fadenmolch. Wäre es möglich, daß sie sich
> trotz der momentan warmen Temperaturen (um die 26øC) bereits
> zurückgezogen haben? Und wohin?
Die Alttiere dürften das Wasser schon verlassen haben. Ich weiß nicht, wie Dein
Garten rings um den Teich strukturiert ist, aber es gibt bestimmt viele
schattige Plätze, an denen sie sich gut verstecken können. Sofern Du am/im
Garten ein unterkellertes Haus hast, schau mal in den Schacht des
Kellerfensters. Seit wir Teichmolche im Gartenteich haben, finde ich immer
wieder einige (Jung-)Molche zwischen den kleinen Steinen, die im
Kellerfensterschacht liegen.
> Ich weiß ja, daß das hier ein Amphibienforum ist, vielleicht kann mir
> aber auch jemand mit den Vögeln weiterhelfen. Ich habe gestern im
> Schilf einen Teichrohrsänger, Acrocephalus scripaceus, entdeckt und
> glaube, daß dort ein Paar brütet. Ist es möglich, daß dies bereits
> die zweite Brut ist? Wann beginnt überhaupt die Brutzeit und wie oft
> brüten sie in einer Saison?
Zitat aus MAKATSCH "Die Eier der Vögel Europas": Eine Brut; bei Verlust des
Geleges wird nachgelegt. ...die ersten Gelege im letzten Maidrittel, die
Mehrzahl jedoch ... im zweiten Junidrittel. Brutdauer: Meist 11, bisweilen 12
Tage.
> Des weiteren glaube ich unter den drei Großlibellenarten meines
> Ökosystems die Grüne Mosaikjungfer, Aeshna viridis, erkannt zu haben.
> Diese Art ist aber auf Krebsscheren, Stratiotes aloides, angewiesen? In
> welcher Weise braucht diese Libelle die Wasserpflanze? Das Problem ist
> nur, ich kann diese Pflanze nirgends entdecken. Allerdings trifft die
> Beschreibung ihres Standortes auf den Teich exakt zu und manchmal soll
> sie die Wasseroberfläche auch gar nicht erreichen und unter Wasser
> Blüten treiben. Kann ich davon ausgehen, daß sowohl Libelle als auch
> Krebsschere mein Ökosystem bevölkern?
Ich habe mal meine vorhandene Literatur durchstöbert und entdeckt, daß diese
Libellenart ihre Eier an dieser Pflanze ablegen soll. Wenn Du die Gr.
Mosaikjungfer regelmäßig am Teich beobachten kannst, glaube ich schon, daß sie
auch ihre Eier dort ablegen kann, also auch Krebsscheren vorhanden sind.
Viele Grüße aus Leipzig
Andy
TOP
23. Re: Grasfrosch und Teichmolch
Date: Tue, 26 Aug 97
From: andy-katrin%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Grasfrosch und Teichmolch
Hallo Ursina,
> Mir ist noch etwas eingefallen, das ich gestern vergaß zu fragen. Ich
> habe da ein Problem, da die jungen Frösche ziemlich scheu sind und der
> Teich ziemlich groß. Wann waren sie dieses Jahr vollständig
> entwickelt? Ich konnte sie nämlich nur im Aquarium beobachten und da
> stimmte der Zeitplan natürlich nicht. Das selbe Problem habe ich mit
> den Molchlarven. Kann mir jemand weiterhelfen?
Die Jungmolche, die ich u. a. gestern in meinem Gartenteich und im Freiland
beobachtet habe, sind alle noch im Larvenstadium. Sie sind teilweise schon recht
groß (ca. 3-4 cm) und werden - so denke ich - im September das Wasser verlassen.
Viele Grüße
Andy
TOP
24. Re: Grasfrosch und Teichmolch
Date: Tue, 26 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: Grasfrosch und Teichmolch
Hallo Ursina
Bei mir sind die Bergmolchlarven zu einem großen Teil noch in den
Gewässern. Und selbst Grasfroschkaulquappen schwimmen in den schattigeren
Lagen noch vereinzelt im Wasser. Nur Erdkröten sind schon alle seit
mindestens 1 Monat in das Umland ausgewandert.
Schöne Grüße aus Bad Ischl.
Rainer
TOP
25. Re: Frösche, Molche, Teichrohrsänger und Libellen
Date: Tue, 26 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: Frösche, Molche, Teichrohrsänger und Libellen
Hallo Ursina
>.....Dann zu den Molchen: Ich konnte gestern keine Molche im Wasser mehr
>entdecken, weder Berg- noch Fadenmolch. Wäre es möglich, daß sie sich
>trotz der momentan warmen Temperaturen (um die 26øC) bereits
>zurückgezogen haben? Und wohin?
Die erwachsenen Teich-, und Bergmolche waren heuer bei mir in einem
Schattenteich nur ca. 1 Monat im Frühling da, dann verschwanden sie
wieder ausnahmslos ins Umland. In anderen Teichen waren sie länger zu
sehen. Kammolche findet man auch jetzt noch im Wasser.
>...die Grüne Mosaikjungfer, Aeshna viridis, erkannt zu haben.
>Diese Art ist aber auf Krebsscheren, Stratiotes aloides, angewiesen?
>In welcher Weise braucht diese Libelle die Wasserpflanze?
>Das Problem ist nur, ich kann diese Pflanze nirgends entdecken.
>Allerdings trifft die Beschreibung ihres Standortes auf den Teich exakt
zu
>und manchmal soll sie die Wasseroberfläche auch gar nicht erreichen und
unter Wasser Blüten treiben. Kann ich davon ausgehen,
>daß sowohl Libelle, als auch Krebsschere mein Ökosystem bevölkern?
Auf meiner Seite http://linz.orf.at/gast/rainerm/index.htm unter
"Bildergalerie" habe ich einen jungen Laubfrosch gefilmt. Er sitzt auf
einer KREBSSCHERE. (Derzeit hat der neue Server tw. noch technische
Probleme ) Diese Pflanze kann man eigentlich fast nicht übersehen.
Übrigens heißt es auch bei der Plattbauchlibelle (Libellula depressa)
sie wäre zur Fortpflanzung an die Krebsschere gebunden. In Wirklichkeit
findet man ihre Larven aber sogar in temporären Gewässern. Ich habe sie
sogar schon maßenweise (mehr als 100 Individuen auf 1 Quadratmeter) in
fast pflanzenlosen Gewässern gefunden. Es werden dann sicher auch
ähnliche Wasserpflanzen zur Eiablage benutzt.
Schöne Grüße aus Bad Ischl in die Schweiz
Rainer
TOP
26. AW: Grasfrosch und Teichmolch
Date: Wed, 27 Aug 1997
From: Uwe.Gerlach%entferne%@hmrag.com
Subject: AW: Grasfrosch und Teichmolch
Hallo Rainer, Ursina,
ich kann das bestätigen. Bei mir sind dieses Jahr sowohl
Bergmolch-Larven und auch z. Teil Feuersalamander-Larven noch nicht
metamorphisiert. Dies ist nach meinen Beobachtungen der letzten Jahre
sehr spät. Es liegt jedoch auch daran, daß dieses Jahr die
Ei/Larven-Absetzung durch die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen
sehr spät war. z.B. hatten die Gelbbauchunken nicht bis Ende Juli
abgelaicht, was oft bereits Anfang Mai der Fall ist.
Die Angaben sind natürlich stark ortsabhängig. Meine Beobachtungen
beziehen sich hauptsächlich auf Frankfurt/Main.
Bis dann
Uwe
TOP
27. Feuersalamanderlarven
Date: Thu, 28 Aug 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Feuersalamanderlarven
Hallo Uwe
So sehr ich auch in unserem Hausbächlein nach Feuersalamanderlarven
gesucht habe (im unteren Bereich ist er schon längst wieder
ausgetrocknet) ich habe nach dem Hochwasser keine mehr gefunden. Ich bin
zumindest davon ausgegangen, daß sie alle weggeschwemmt wurden. Ist das
bei Euch nicht der Fall?
Grüße aus Bad Ischl
Rainer
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28. AW: Feuersalamanderlarven/interessante web-site
Date: Thu, 28 Aug 1997
From: Uwe.Gerlach%entferne%@hmrag.com
Subject: AW: Feuersalamanderlarven/interessante web-site
Hallo Rainer,
dazu kann ich nichts sagen, da die Salamander und deren Larven von denen
ich sprach aus der Eigenzucht stammen, also im
Freiland-Aquarium/Terrarium leben. Bei langjähriger Haltung kann man
aber einen zeitlichen Trend bei unterschiedlicher Entwicklung erkennen.
Im Übrigen sind z.B. die Kammmolche alle bereits umgewandelt, d.h. hier
war kein großer Unterschied zur Regel.
Kennst Du übrigens die web-site von Sorin Damian mit hervoragenden
Amphibien/Salamander-Bildern?
Auf einer Unterseite ist auch mehr über meine Person zu erfahren.
http://www.fred.net/sorin/biodog.htm
http://www.fred.net/sorin/uwe.htm
mfG
Uwe