Die Wortmeldungen der Amphibienlistenteilnehmer vom Februar 2002


#1. Grasfroschsterben - von urs-waldvogel%entferne%@bluewin.ch
#2. Re: Grasfroschsterben - von Horst Wagenfeld
#3. Re: Grasfroschsterben - von bachhausen%entferne%@debitel.net
#4. Re: Grasfroschsterben - von urs-waldvogel%entferne%@bluewin.ch
#5. Fischsterben - von Wieser Bernard
#6. Re: Fischsterben - von Gerald Hohos
#7. ZDF-Quizsendung "RISIKO" - Frösche - von Frauke Holtz
#8. Erfassung von Knoblauchkröten in Ackerflächen - von Martin und Hille Czygan
#9. Re: Erfassung von Knoblauchkröten in Ackerflächen - von Ulrike Geise

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#1. Grasfroschsterben - von urs-waldvogel%entferne%@bluewin.ch
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Date: Wed, 30 Jan 2002 von: urs-waldvogel%entferne%@bluewin.ch Subject: Grasfroschsterben Hallo aus der Schweiz In meinem Folienweiher sind in diesem Winter wohl alle Grasfrösche umgekommen.80 Tote Frösche lagen beim Auftauen auf ! dem Eis im aufgetauten Wasser. Der Teich umfasst etwa 20 m3 Wasser bei einer Fläche von 40 m2. die Maximaltiefe ist 1.10 m. Ich stelle mir vor, dass durch die lange Zeit in der die Eisschicht zu war, die Frösche zu wenig Sauerstoff hatten, darum aufstiegen und schliesslich unter der Eisschicht verendeten. Dann sind sie eingefroren und später von oben wieder aufgetaut. Wer kann mir Gründe für den Tod nennen ? Ist dieses Phänomen auch andernorts schon beobachtet worden ? Wie vermeide ich ähnliches in Zukunft ? Danke für eure Bemühungen. Urs Waldvogel

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#2. Re: Grasfroschsterben - von Horst Wagenfeld
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Date: Fri, 01 Feb 2002 von: "Horst Wagenfeld" <howaberlin%entferne%@hotmail.com> Subject: Re: Grasfroschsterben Hallo lieber Urs, Du hast die Erklärung für das massenhafte Sterben der Grasfrösche schon selbst geliefert. Wahrscheinlich kam es während der Frostperiode irgendwann zu einem Sauerstoffmangel, der die Frösche auf der Suche nach einem Ausweg aufsteigen und schließlich verenden ließ. In Zukunft kannst Du solche Ausfälle vermeiden, indem du nach der Bildung einer geschlossenen Eisdecke an einer Stelle ein Loch mit einem Durchmesser von vielleicht 20 cm hineinschlägst und mit Hilfe einer Pumpe oder eines Schöpfgefäßes den Wasserspiegel um einige Zentimeter absenkst, so daß sich eine Luftschicht unter der bestehenden Eisdecke bildet, die zum einen für einen Sauerstoffeintrag ins Wasser und zum anderen für eine Isolation sorgt, die ein weiteres Zufrieren verhindert. Das Loch stopfst du mit trockenem Schilfrohr oder ähnlichen zu, so wird ständig durch die Hohlräume der Halme weiter Luft unter die Eisdecke gelangen können. Im Spätsommer und Herbst solltest Du darauf achten, daß der Laubeintrag ins Gewässer nicht zu hoch ist, denn die auf den Gewässergrund sinkenden Blätter zersetzen sich auch während des Winters und sind ein zusätzlicher Sauerstoffzehrer. Wenn bereits eine geschlossene Eisdecke besteht und Neuschnee fällt, sollte dieser rasch mittels eines Besens o. ä. entfernt werden, damit Sonnenlicht auf den Boden des Gewässers gelangen kann. Denn auch während des Winters gibt es grüne Pflanzen, die im Wasser Sauerstoff produzieren und somit einem Mangel entgegenwirken; allerdings benötigen sie dazu das genannte Licht. Wenn Du all das beherzigst, wird es ein solches Massensterben unter Deinen Grasfröschen sicher nicht wieder geben. Viele Grüße aus Berlin und viel Freude mit dem Gartenteich! Horst Wagenfeld (Dipl. Ing. Landschaftsplanung) http://facelink.com/HoWaBerlin P.S.: Liebe Liste! Ich bin Landschaftsplaner und auf der Suche nach Arbeit im praktischen Natur- und Umweltschutz sowie der Umweltbildung. Irgendwelche Angebote?

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#3. Re: Grasfroschsterben - von bachhausen%entferne%@debitel.net
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Date: Fri, 1 Feb 2002 von: <bachhausen%entferne%@debitel.net> Subject: Re: Grasfroschsterben Hallo, Es ist sicherlich besser schon bevor sich eine Eisdecke gebildet hat die Öffnung frei zu halten und wie beschrieben zu verfahren. Das Aufschlagen einer geschlossenen Eisdecke kann erhebliche Probleme verursachen. Grüße Paul Bachhausen Düsseldorf E-mail: bachhausen%entferne%@debitel.net Homepage: http://www.salamanderseiten.de

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#4. Re: Grasfroschsterben - von urs-waldvogel%entferne%@bluewin.ch
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Date: Fri, 01 Feb 2002 von: urs-waldvogel%entferne%@bluewin.ch Subject: Re: Grasfroschsterben Hallo lieber Horst Vielen Dank für die wertvollen Tips Diese scheinen sehr praktikabel zu sein, auf jeden Fall werde ich das alles ausprobieren. Mit freundlichen Grüssen Urs Waldvogel

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#5. Fischsterben - von Wieser Bernard UTA
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Date: Sat, 2 Feb 2002 von: "Wieser Bernard" <bernard.wieser%entferne%@utanet.at> Subject: Fischsterben Ein ähnliches Drama wie bei den Grasfröschen hat sich in einem unserer Altarme abgespielt. Dabei sind über tausend Fische verendet. Grund war wohl auch die Sauerstoffzehrung im Altarm, welche durch die lang anhaltende Kälte und die damit verbundene Eisdecke und dem nachträglichen Schneefall zu tun hatte. Dieser Altarm hat eine Wasserfläche von 2 ha. Nach Rücksprache mit den Teichbesitzern der Umgebung wurde klar, daß in vielen Überwinterungsteichen die Situation sehr kritisch ist. Dies betrifft natürlich auch die Amphibien, die sich dort aufhalten. Bei solchen Dimensionen ist es natürlich schwierig, die Eisdecke vom Schnee zu befreien. Tritt einmal eine Sauerstoffzehrung auf, so hält diese auch sehr lange an. Das kann bis zu mehreren Wochen dauern, auch nachdem die Eisdecke verschwunden ist und auch wenn Belüftungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ein ständiger Durchfluß ist, so meine ich, das wohl einzige Mittel, welches wirklich nützt. Die Fische versammeln sich dann beim Einfluß, wo der Sauerstoffgehalt besser ist und der Teich nicht zufriert. Fische können übrigends auch selbst die Eisdecke offen halten, indem sie, im Kreis schwimmend, Wirbel erzeugen, welche ein Zufrieren verhindern. Diese Verhalten zeigt sich vor allem bei Wildformen. Scheinbar haben Zuchtfische da etwas verlernt. Bernd

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#6. Re: Fischsterben - von Gerald Hohos
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Date: Sat, 2 Feb 2002 von: "Gerald Hohos" <g.hohos%entferne%@utanet.at> Subject: Re: Fischsterben ich hatte vor einigen jahren das selbe problem in meinem biotop. hatte sehr viele wasserfrösche, die auch dort überwintern. ich hatte damals mit sauerstoffperloxyd gearbeitet. als dann ende februar der sauerstoff verbraucht war, konnten die behälter nicht aufschwimmen, weil es gleichzeitg bitter kalt wurde und eine dicke eisdecke sich bildete. alles lebewesen ging dadurch qualvoll zu grunde. es war im frühjahr ein bild des grauens!! leider auch die frösche, von denen es nur mehr wenig gibt. nach einem neubesatz mit fischen siedelten sich wie ein wunder 2 wasserfrösche an, die in der zwischenzeit für jede menge nachwuchs sorgten. um diesem wintertod entgegenzuwirken, baute ich wie im aquarium, einen kl. kompressor mit 2 brausesteinen ein. wenn der teich zufriert, wird trotzdem unter dem eis luft eingeblasen und so ist für das leben für die tiere im teich in den wintermonaten nicht mehr gefährdet. gerald

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#7. ZDF-Quizsendung "RISIKO" - Frösche - von Frauke Holtz
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Date: Mon, 4 Feb 2002 von: Frauke Holtz <frauke.holtz%entferne%@karo-team.de> Subject: ZDF-Quizsendung "RISIKO" - Frösche Hallo!! Ich recherchiere für die ZDF-Quizsendung "RISIKO" (montags bis freitags um 16.15 Uhr mit dem Moderator Kai Böcking) und suche derzeit interessante, aufgeschlossene Personen, die neben einem guten Allgemeinwissen auch ein spannendes Hobby oder eine besondere Leidenschaft pflegen. Aktuell suche ich Kandidaten zum Thema Frösche und vielleicht können Sie sich vorstellen, bei uns in der Sendung dabei zu sein. Im Stil von "Der große Preis" wird am Anfang einer Sendung eine Allgemeinwissensrunde gespielt und im Anschluss werden den Kandidaten 7 Wissensfragen pro Runde zu Ihrem Hobby gestellt (diese Fragen kommen aus bestimmten Quellen, die vorher abgestimmt werden.) Nach 3 Runden hat jeder Kandidat die Möglichkeit sich zu entscheiden, seinen Gewinn zu verdoppeln (Die Gewinnspanne liegt um die 7.000 EUR). Wir laden Sie vorab zu einem Casting in eine Stadt in Ihrer Nähe ein, um Sie und Ihre Leidenschaft zu dem Thema persönlich kennenzulernen. Vielleicht sind ja genau Sie ein solcher Hobbyexperte oder kennen mögliche Personen. Voraussetzung für künftige Kandidaten bei RISIKO ist, dass man beruflich nichts mit dem Thema zu tun hat. Das gilt auch für ein themenverwandtes Studium und selbstverfasste Literatur. Unter der Rufnummer 02204 - 9225 - 18 stehe ich für alles Weitere gerne zur Verfügung. Ich bedanke mich sehr für Ihre freundliche Kooperation und freue mich, bald von Ihnen zu hören. Ihre Frauke Holtz Frauke Holtz KaRoTEAM FILM- UND FERNSEHPRODUKTION GmbH Redaktion ZDF-RISIKO Pippelstein 1 D-51427 Bergisch Gladbach Tel.:(+49) (0)2204-9225-18 mailto:frauke.holtz%entferne%@karo-team.de http://www.karo-team.de

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#8. Erfassung von Knoblauchkröten in Ackerflächen - von Martin und Hille Czygan
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Date: Sat, 16 Feb 2002 von: Martin und Hille Czygan <mhmmczygan%entferne%@compuserve.de> Subject: Erfassung von Knoblauchkröten in Ackerflächen Liebe Amphibienfreunde, wer hat Erfahrungen im Erfassen von Knoblauchkröten in Ackerflächen in denen sie sich am Tag eingraben. überwintern sie auch in Ackerflächen oder suchen sie sich dafür andere Bereiche??? Viele Grüße von Martin Czygan

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#9. Re: Erfassung von Knoblauchkröten in Ackerflächen - von Ulrike Geise
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Date: 17 Feb 2002 von: Ulrike.Geise%entferne%@t-online.de (Ulrike Geise) Subject: Re: Erfassung von Knoblauchkröten in Ackerflächen Sie überwintern auch in Ackerflächen....

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