Die Wortmeldungen der Amphibienlistenteilnehmer vom Jänner 1999

Die Wortmeldungen der Amphibienlistenteilnehmer vom Jänner 1999

#1. Gloze - von PerRork
#2. Wasserbelebung - von Rainer Mysliwietz
#3. Markierungsmethoden - von Bodo Plesky
#4. Re: Markierungsmethoden - von Ulrike Geise
#5. Re: Markierungsmethoden - von Martin Kyek
#6. Re: Markierungsmethoden - von Copris
#7. Re: Markierungsmethoden - von Bodo Plesky
#8. Re: Markierungsmethoden - von Benedikt Schmidt
#9. Amphibien Deutschlands online - von Andreas Weck-Heimann
#10. Re: Markierungsmethoden - von Schmidt Axel

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#1. Gloze - von PerRork
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Datum: Mon, 4 Jan 1999 von: "PerRork" <gruhlerp%entferne%@stuttgart.netsurf.de> Subject: Gloze Hi, ich denke für beide Gruppen sind die Sendungen intressant. Nachzulesen auf http://www.geowissenschaften.de/index05.htm Mal positive Aussichten für Feuchtwiesen Mittwoch 06.01.1999 10.30 3sat (bis: 11.00) Lebensräume Sechsteilige Naturdokumentation 3. Dummewiesen Film von Holger Wittekindt Feuchtwiesen gehören ...... Donnerstag 07.01.1999 10.30 3sat (bis: 11.00) Lebensräume Sechsteilige Naturdokumentation 4. Vom Lauf der Ise Film von Martin Böhm 360.000 Kilometer Bäche und kleinere Flüsse... und so weiter... Gruss o~() (()) ((())) PerRork (o o) ---------oOo- (__) -oOo gruhlerp%entferne%@stuttgart.netsurf.de

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#2. Wasserbelebung - von Rainer Mysliwietz
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Datum: Mon, 4 Jan 1999 von: "Rainer Mysliwietz" <rainerm%entferne%@gmx.net> Subject: Wasserbelebung Hallo In den letzten Jahren habe ich des öfteren frisch angelegte Kleingewässer oder auch nur kleine Wasserstellen (ab 5 l Inhalt) mit sogenanntem "Grander Wasser" gefüllt. Dabei wird das Wasser - vereinfacht gesagt - an einem Behälter vorbeigeführt, der angeblich Wasser mit "Urinformationen" enthält, ohne daß die Flüßigkeiten miteinander in Berührung kommen. Eigentlich will ich für diese Produkte keine Werbung machen, weil sie außerdem auch sehr teuer sind, aber *irgendetwas* scheint sich bei diesem Wasser tatsächlich zu verändern. Leider kann ich nicht sagen ob das schnelle Pflanzenwachstum, (mit wenig Algen) und die gut entwickelten Laubfroschkaulquappen wirklich damit zusammenhängen, oder ob es einen anderen Grund dafür gibt. (Z.B. meine Pflanzenauswahl oder die jeweiligen Standorte) In der Natur entwickelt sich ja jedes Gewässer anders, trotz für uns vielleicht gleich anmutender Standortbedingungen. Auch bei Wasserpflanzengärtnereien habe ich schon Hinweise auf die Verwendung von Grander Technologie (und ähnlichen Produkten) gefunden. Jetzt habe ich bei einer großen Wasserpflanzengärtnerei nachgefragt. Der Chef sagte: "Bei meinen Vergleichen (Unmengen von Riesenaquarien) konnte ich eindeutige Unterschiede beim Pflanzenwachstum sowie der Entwicklung von Kaulquappen - für die er sehr viel über hat - feststellen." Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit diesen Produkten (z.B. http://www.telecom.at/grander/ ) oder haltet Ihr das eher für Schabernack? Schöne Grüße aus Bad Ischl 创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创创 Rainer Mysliwietz rainerm%entferne%@gmx.net ICQ 25033022 Austria Die Amphibien des Salzkammergutes (Bad Ischl) http://linz.orf.at/gast/rainerm/index.htm ``````````````````````````````````````````````````````````

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#3. Markierungsmethoden - von Bodo Plesky
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Datum : Tue, 5 Jan 1999 von: "Bodo Plesky" <bplesky%entferne%@fh-eberswalde.de> Subject: Markierungsmethoden Hallo, Ich bin relativ neu in der Liste (habe bisher nur mitgelesen) doch nun beschäftigt mich doch eine Frage. Weiß jemand von euch ob es in Deutschland schon Versuche mit fluoreszierender Farbe als Markierungsmittel für Amphibien gibt? Oder hat jemand generell schon Erfahrungen mit dem Markieren von Amphibien (außer mit dem Abklippen von Zehen)? Es wäre für mich deshalb interessant da ich letztes Jahr (zwar im Ausland) an solch einem Markierungsversuch mitgearbeitet habe. Bisher ist mir aus dem deutschsprachigen Bereich nur ein Versuch aus Zürich bekannt wo Larven von Rana lessonae and R. esculenta mit fluoreszierender Farbe markiert wurden. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen. Kurz zu mir: Mein Name ist Bodo Plesky. Ich studiere an der FH Eberswalde Landschaftsnutzung und Naturschutz komme aber ursprünglich aus Görlitz (Sachsen an der polnischen Grenze). Tschüss Bodo!

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#4. Re: Markierungsmethoden - von Ulrike Geise
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Datum: Wed, 6 Jan 1999 von: Ulrike.Geise%entferne%@t-online.de (Ulrike Geise) Subject: Re: Markierungsmethoden Hallo Bodo, um eine übersicht über die deutschen Markierungsbemühungen und -methoden zu erhalten, empfehle ich Dir, die Salamandra- bzw. Mertensiella- Bände der DGHT zu durchforsten. Gerade fiel mir beim Aufräumen z.B. eine Markierungsarbeit in die Hände: Joachim Kuhn + Ewald Igelmann 1997: Knie-Ringetiketten - eine Methode der Anurenmarkierung für Verhaltensstudien. Diese Methode eignet sich wohl besonders gut zum weitgehend störungsfreien Wiederfinden von Tieren, da man diese bei fachgerechter Anwendung ohne Anfassen wiedererkennen kann. Vor ungefähr 10-15 Jahren standen in der Salamandra auch Veröffentlichungen zur Gefriermarkierung von Anuren - bei Urodelen klappte es nicht; der Autor war Reiner Klewen. Zu diesem Themenkomplex passen vielleicht auch die Untersuchungen aus Mainz (M. Veith) und den Niederlanden (van Gelder) zur Verfolgung von Einzeltieren mittels Rucksacksender? Eine Markierung mit fluoreszierenden Stoffen habe ich vor ca. 12 Jahren einmal bei Molchlarven versucht, aber das hat überhaupt nicht geklappt. Ich habe die Tiere damals mit dem Farbstoff "beschossen". Gibt es heute eine andere Methode, die erfolgreicher ist, oder eignet sich die Methode nur bei erwachsenen Tieren? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Bis bald Ulrike

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#5. Re: Markierungsmethoden - von Martin Kyek
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Datum: Wed, 06 Jan 1999 von: "Martin Kyek" <mkyek%entferne%@hotmail.com> Subject: Re: Markierungsmethoden Hallo Bodo, mir fluoriszierenden Farben habe ich keine Erfahrung aber mit flüssigem Stickstoff bei Erdkröten. Auch die temporäre Markierung mit Fähnchen funktioniert biem Grasfrosch ganz gut, die Methode hängt allerdings von der Fragestellung ab. Bei Molchen (Triturus cristatus) haben wir auch schon mit Transpondern bzw. mit dem Inkjet (Triturus alpestris)gearbeitet. Die Arbeiten wurden an der Universität Salzburg Zoologie durchgeführt. Vielleischt kannst Du mir mehr über die Fragestellung erzählen. Meine direkte Emailadresse ist mkyek%entferne%@hotmail.com Martin

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#6. Re: Markierungsmethoden - von Copris
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Datum: Wed, 6 Jan 1999 von: copris%entferne%@t-online.de (Copris) Subject: Re: Markierungsmethoden Hallo, mir persönlich gefällt folgende übersicht sehr gut: Kuhn, J. (1994): Methoden der Anuren-Markierung für Freilandstudien. - Ztschrft. f. Feldherp. 1 (1/2): 177-191. cu Wolfgang Rowold

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#7. Re: Markierungsmethoden - von Bodo Plesky
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Datum: Thu, 7 Jan 1999 von: "Bodo Plesky" <bplesky%entferne%@fh-eberswalde.de> Subject: Re: Markierungsmethoden Hallo Ulrike, Das ging ja richtig fix mit der Antwort und erstmal danke. Die erste Arbeit werd ich mir mal raussuchen das war mir bisher unbekannt. Ja, daß das mit dem Farbstoffpulver nicht das Optimale ist, habe ich schon von anderen gehört. Ich persönlich konnte in der USA Erfahrungen mit einer relativ neuen Methode sammeln. Dabei wird, um es ganz kurz zu fassen, fluoreszierende Farbe mittels einer Spritze unter die Haut injiziert. Das funktionierte ganz gut und durch Farbkombinationen war ein individuelles Wiedererkennen der Tiere möglich. Wenn es dich näher interessiert kannst du ja mal in unserer Web-page schmökern: http://www.mp1-pwrc.usgs.gov/marking/vie.html oder wenn du spezielle Fragen hast schreib einfach. Wir haben es an lungenlosen Salamandern (Plethodontieden) getestet aber auch an tropischen Arten. Entscheidend war eher eine relativ transparente Haut als die Größe der Tiere. (aquatische) Larven haben wir auch erfolgreich markiert (Länge ca. 3cm). Also ich könnte mir diese Methode bei unseren Molchlarven gut vorstellen. Tschüß Bodo

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#8. Re: Markierungsmethoden - von Benedikt Schmidt
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Datum: Thu, 07 Jan 1999 von: Benedikt Schmidt <SCHMIDTB%entferne%@ubaclu.unibas.ch> Subject: Re: Markierungsmethoden Es gibt zwei Publikationen, in denen Methoden der Feldherpetologie ausfuehrlich diskutiert werden: Heyer, W.R., Donnelly, M.A., McDiarmid, R.W., L.-A.C. Hayek + Foster, M.S. (Hrsg.) 1994. Measuring and monitoring biological diversity: Standard methods for amphibians. - Smithsonian Institution Press, Washington. Henle, K. + Veith, M. (Hrsg.) 1997. Naturschutzrelevante Methoden der Feldherpetologie. - Mertensiella, Bonn, 7. Auf die Mertensiellaund einzelne Arbeiten in diesem Band (u.a. von Joachim Kuhn und Ewald Igelmann) wurde von anderen bereits hingewiesen. Die Mertensiella kann bei der Geschaeftsstelle der DGHT bestellt werden: gs%entferne%@dght.de Mit freundlichen Gruessen Benedikt Schmidt -------------------------------------------------------------- Benedikt Schmidt schmidtb%entferne%@ubaclu.unibas.ch 0 0 ( -- ) /\( )/\ ^^ ^^ ^^ ^^

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#9. Amphibien Deutschlands online - von Andreas Weck-Heimann
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Datum: Fri, 08 Jan 1999 von: Andreas Weck-Heimann <weck%entferne%@Rcs1.urz.tu-dresden.de> Subject: Amphibien Deutschlands online Liebe Froggies, Molche und andere Lurch-FreundInnen, unter http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~weck/amphibienfuehrer oder http://www.saxonet.de/amphibia findet ihr den bekannten WASSERFESTEN NABU-Berninghausen Amphibienfuehrer, Welche Kaulquappe ist das? in einer etwas veraenderten Form als Internetversion. Viel Spass mit Quappelix ... Andreas Weck-Heimann, Dipl. Biol. http://www.bizmo.de http://www.saxonet.de

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#10. Re: Markierungsmethoden - von Schmidt Axel
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Datum: Fri, 15 Jan 1999 von: Schmidt Axel <a9202089%entferne%@unet.univie.ac.at> Subject: Re: Markierungsmethoden Hallo Bodo! Ich kann Dir das ansonst auch sehr interresante Buch Populationoekologie von Amphibien "Eine zehnjhrige Studie auf der Donauinsel" von Hoedel W., Gollmann G., und Jehle R. empfehlen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit fotografieren von Bauch und oder Rueckenzeichnung gemacht: Bufo calamita (seit drei Jahren), Bombina variegata, und diversen Molcharten. Ueber flouriszierende Farbstoffe kenne ich nur eine Arbeit, wo jedoch Wanderungen durch Auftragen von flouriszierender Farbe verfolgbar sind. Die Methodenwahl ist auf jedenfall von der Fragestellung abhaengig (dauer der Untersuchung, Amphibienart, Umfang der Untersuchung, u.s.w.). Ich wuensche Dir viel Erfolg bei deiner Arbeit und hoffe Dir etwas geholfen zu haben. Axel Schmidt

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