Die Wortmeldungen der Amphibienlistenteilnehmer vom Juni 1997

Die Wortmeldungen der Amphibienlistenteilnehmer vom Juni 1997



1. Amphibienlarven
2. Re: Amphibienlarven
3. Triturus alpestris
4. Wer kennt sich mit Tubifex aus?
5. Re: Sumpf-Vergißmeinnicht, Pfennigkraut
6. Tierquälerei - Tierschutz ?
7. Re: Wer kennt sich mit Tubifex aus?
8. Rotbauchunken
9. Re: Tierquälerei - Tierschutz ?
10. Re: Wer kennt sich mit Tubifex aus?
11. Tubifex unter fließendem Wasser?
12. bezüglich Rotbauchunken
13. Re: Tubifex unter fließendem Wasser?
14. Was ist denn das für ein Tier?
15. Rotbauchunken
16. Triturus alpestris
17. Re: Pflanzen, Triturus alpestris
18. triturus a.alpestris, Lurche überhaupt?
19. Re: triturus a.alpestris, Lurche überhaupt?
20. Neue E-Mailadresse!
21. Mischmaschine?
22. triturus a.alpestris
23. Wissensaustausch
24. Re: triturus a.alpestris
25. Salzwasserfrösche



1. Amphibienlarven

Von: Ursina Tobler <rolftobler%entferne%@swissonline.ch>
Betreff: Amphibienlarven
Datum: Freitag, 30. Mai 1997

Hi Amphibienfreunde

Eine Frage zu den Kaulquappen: 
Kurz nach dem Schlüpfen sind die Kiemen ja deutlich zu erkennen bei der
Kaulquappe des Grasfrosches. Später kann man sie bis zur Umstellung auf
die Lungenatmung nicht mehr erkennen. Sind sie einfach kleiner oder sind
es innere Kiemen wie bei den Knochenfischen?
Was die Molchlarven angeht: Wenn die Larve ihre dunkle Pigmentierung
erhält, bleibt der Bauch noch weiß, wie ich beobachtet habe. Wann
färbt er sich orange?

Ciao
Ursina


TOP
2. Re: Amphibienlarven
Date: Sat, 31 May 1997
From: pigl%entferne%@rumms.uni-mannheim.de
Subject: Re: Amphibienlarven


Hallo Ursina,

die Kiemen der Kaulquappen werden von einer Hautfalte umstülpt, von
dieser also bedeckt, es heißt Operculum, was man mit Deckelchen
übersetzen kann.
Der Bauch bei Molchen sollte sich m.E. nur beim Bergmolch nach orange
verfärben, wann das soweit ist konnte ich noch nicht beobachten, weil
ich bei mir immer nur sehr wenige Bergmolche habe.

Gruß Rainer Pigl


TOP
3. Triturus alpestris
Date: Sat, 07 Jun 1997
From: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
Subject: Triturus alpestris


Hallo,

1. Wer kann mir den lateinischen Namen von Sumpfvergißmeinnicht und von
Pfennigkraut sagen?
2. Die Broschüre von Kurt Rimpp, Die Salamander und Molche Europas
(Philler Verlag Minden) ist vergriffen. Wer kann mir weiterhelfen?
3. Wer weiß Weiteres, Einschlägiges an Literatur zur Species?

Vielen Dank und viele Grüße Kurt Erlemann


TOP
4. Wer kennt sich mit Tubifex aus?
Date: Sun, 8 Jun 1997
From: kl001af%entferne%@sparcserver.lrz-münchen.de
Subject: Wer kennt sich mit Tubifex aus?


Hallo Amphibienfreunde,

vielleicht weiß jemand von Euch, wie man Tubifex richtig behandeln
muß, damit sie sich eine Weile halten. Mir werden die Viecher im
Kühlschrank immer kaputt, im Terrarium halten sie sich dagegen viel
länger. Woran liegt das? Soll man die Tubifex mit irgendetwas 
füttern? Wenn ja, womit?

Gruß,
Uli

TOP
5. Re: Sumpf-Vergißmeinnicht, Pfennigkraut
Date: Sun, 08 Jun 1997
From: walden%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Sumpf-Vergißmeinnicht, Pfennigkraut


erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de wrote:

> 1. wer kann mir den lateinischen Namen von Sumpfvergißmeinnicht und von
> Pfennigkraut sagen?

Sumpf-Vergißmeinnicht: Myosotis scorpioides L. sensu HILL.
(So der korrekte Name laut voläufiger "Standardliste der Farn- und
Blütenpflanzen ..." In den meisten Florenwerken wird der Name "Myosotis
palustris L." gebraucht. Außerdem wird mit "Myosotis scorpioides agg."
eine Reihe ähnlicher Kleinarten zusammengefaßt. Wenn Du Dir bei der
Bestimmung nicht sicher bist, einfach das "agg." für "Sammelart"
hinzufügen.)

Pfennigkraut: Lysimachia nummularia L.

Herzliche Grüße
Dirk

TOP
6. Tierquälerei - Tierschutz ?
Date: Sun, 8 Jun 1997
Subject: Tierquälerei - Tierschutz? 
Von: IRINA ORLICEK <orlicek%entferne%@netway.at>



Tierquälerei - Tierschutz? 

Aufsatz, 4.6.1997


In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, daß beim Thema 'Tierquälerei
und Tierschutz' oft Dinge in einen Topf geworfen werden, die eigentlich
nichts mit einander zu tun haben. Das Thema 'Tierschutz' ist überhaupt ein
ziemlich 'heißes Eisen'. Außerdem wird am Grundproblem meist
vorbeidiskutiert. Daher möchte ich im folgenden Text versuchen die
verschiedenen Themenkreise auseinanderzuhalten und gleichzeitig meine Sicht
vom Grundproblem darzustellen. 
Eines der Themen, die genaugenommen nichts mit Tierquälerei zu tun haben,
ist das Thema des Fleischkonsums durch den Menschen.
Es ist meiner Meinung nach unsinnig darüber zu diskutieren, ob alle
Menschen Vegetarier werden sollten (bzw. könnten) oder nicht - das ist
eine Utopie. Der Mensch ist (wie seine Vorfahren die Affen) ein
Allesfresser und benötigt daher Fleisch, Fisch, Eier und Milch genauso wie
Gemüse, Obst und Getreide zum Überleben. Es bleibt aber unbestritten,
daß die meisten Menschen zuviel Fleisch essen, aber das gehört nicht hier
her. Auch wenn es natürlich ein Mitgrund für die Massentierhaltung ist. 
Unter Tierquälerei verstehe ich allgemein die Haltung von Tieren unter
nicht artgerechten Bedingungen, sowie die Schlachtung (bzw. Tötung)
derselben unter unnötigem Streß. Es geht dabei nicht nur um die
landwirtschaftliche Nutztierhaltung (die meist im Vordergrund steht),
sondern auch um alle anderen Formen der Tier-haltung, wie Zoos, Tierparks,
Tierheime, Zirkusse und ähnliche Institutionen, sowie um die Tierhaltung
von Privatpersonen. Es geht nicht um das Wo und Wozu Tiere gehalten werden,
sondern einzig und alleine um das Wie der Haltung. Es ist ein Fehler die
grundsätzlichen Formen der Tierhaltung schon als Tierquälerei zu
bezeichnen - es sind die Auswüchse, die das Problem darstellen. 
Als erstes möchte ich auf die landwirtschaftliche Nutztier-haltung
eingehen, da diese sicher einen großen Teil der Problematik darstellt. Es
geht hierbei in erster Linie nicht um bäuerliche Betriebe, wo nur recht
wenige Tiere gehalten werden, sondern um die großen (industriellen)
Massentierhaltungsbetriebe, die mit bäuerlicher Landwirtschaft eigentlich
nichts zu tun haben. Ich möchte hier die einzelnen Methoden der
Massentierhaltung wie Spaltenböden, Anbindehaltung, Käfighaltung,
mutterlose Aufzucht, Medikamente, Hormone nicht detailiert besprechen, da
diese bekannt sind und wohl kein Zweifel besteht, daß es sich hier um
Tier-quälerei handelt. Es mag sein, daß man heute nicht mehr in allen
Bereichen auf die natürlichen Formen der Tierhaltung (z.B. Weide-haltung)
zurückgehen kann, aber das enthebt uns Konsumenten nicht der
Verpflichtung über die grundlegenden Bedürfnisse der Nutztiere
nachzudenken und danach zu handeln (Macht der Kaufentscheidung).
Landwirtschaftliche Nutztiere sind Lebewesen und keine gefühllosen
Maschinen - sie empfinden Angst und Streß und spüren Schmerz, auch wenn
sie es nicht immer zeigen können. Sie alle stammen von Wildtieren ab und
haben deren genetisches Erbe noch in sich, sie alle besitzen noch (wie sich
in vielen Tests gezeigt hat) die Instinkte, die für sie als Wildtier
überlebenswichtig waren. Auch wenn viele hochgezüchteten Nutztiere sich
den modernen Tierhaltungssystemen angepaßt haben, so ist es doch
Tierquälerei, wenn sie ihre 'alten' Instinkte nicht ausleben können. In
den meisten Fällen konnte auch die Domestikation nicht verhindern, daß
die Tiere Ersatzhandlungen ausführen, wenn für die eigentliche
Instinkthandlung keine Möglichkeit besteht. 
Es gibt heute keine Ausreden mehr: man hat das Verhalten der 'wilden'
Vorfahren unserer Nutztiere (Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen,
Hühner,...) wissenschaftlich studiert und beschrieben. Jeder kann - wenn
er will - erfahren, wie sich die landwirtschaftlichen Nutztiere artgerecht
verhalten und jeder Landwirt könnte sich (jedenfalls teilweise) daran
halten. Wie gesagt, man wird nicht immer einen perfekten Tierschutz
erreichen können, aber es ist sicher möglich einige der Forderungen des
Tierschutzes einzuhalten. Es gibt auch Beispiele für artgerechte
Tierhaltung in der Biolandwirtschaft, die zeigen, daß es möglich ist die
Wünsche der Tiere zu achten und trotzdem von ihnen leben zu können.
Außerdem bleibt - wie bereits gesagt - dem Konsumenten die Verpflichtung
sich bei seiner Kaufentscheidung nicht nur vom Preis leiten zu lassen. Es
ist leicht die gesamte Verantwortung des Tierschutzes dem Bauern oder
Politikern zuzusprechen und selbst nur an die eigene Geldbörse zu denken. 
All das bisher gesagte, gilt auch für die anderen Formen der Tierhaltung:
für Zoos, Tierparks, Tierheime, Zirkusse u.s.w. und natürlich nicht zu
letzt für die Tierhaltung durch private Menschen. Es kommt auch hier nicht
auf den Grund der Tierhaltung an, sondern nur auf die Art dieser Haltung.
Es würde nichts gegen Zoos oder Zirkusse sprechen, außer der Tatsache,
daß die Tiere in diesen in den seltensten Fällen artgerecht gehalten
werden. Je exotischer die Tiere sind, desto problematischer ist deren
Haltung, da es nur unter großem finanziellen Aufwand (wenn über-haupt)
möglich ist, daß die Tiere ihr natürliches, artgerechtes Verhalten
ausleben können. Was dann bleibt sind schlechte Kompromisse, die dem
'gefangenen' Tier eigentlich nichts bringen. Aber diese Instutitionen leben
von unserem Interesse und das verpflichtet jeden einzelnen von uns sich
Gedanken über die Haltung dieser Tiere zu machen. 
Tierheime (Tierschutzhäuser) mögen an sich eine großartige Einrichtung
und ihre Grundidee mag durchaus positiv und ehrenwert sein, aber im
Endeffekt stellt die Haltung der Tiere in diesen Heimen sicher eine
Tierquälerei dar. Es ist in den meisten Fällen beim besten Willen aller
Beteiligten nicht möglich die Tiere dort (wenigstens im minimal
Verständnis) artgerecht zu halten. Daher sollten Tiere, die innerhalb
einer möglichst kurzen Frist kein neues zu Hause finden besser getötet
werden, als sie länger dieser Tierquälerei auszusetzen. Aus diesem Grund
glaube ich auch, daß es besser ist ein unerwünschtes Tier zu töten, als
es den sinnlosem Leiden im Tierschutzhaus zuüberlassen. Ich möchte hier
den Pflegern eines Tierschutzhauses nicht den guten Willen und ihre
prinzipielle Tierliebe absprechen, aber ich halte es für unmöglich, daß
ein Tier in so einem Heim nicht leidet. 
Natürlich gehört zu diesem Themenkreis auch die Tierhaltung durch jeden
einzelnen von uns. In den seltensten Fällen werden Haustiere (Hunde,
Katzen, Hamster, Vögel, Fische,... und ganz zu schweigen von exotischen
Tieren, wie Spinnen, Echsen oder exotische Vögel) artgerecht gehalten. Wir
lassen Hunde nur an der Leine auf die Straße, halten Katzen nur in der
Wohnung, Vögel nur im Käfig u.s.w.. Dazu kommt noch die falsche
Fütterung, die zu körperlichen Schäden der Tiere führt und die
Verstümmelung der Tiere im Namen der Zuchtverbände. Viele Menschen, die
ihr Haustier in der oben beschriebenen Weise halten, regen sich ironischer
Weise über die landwirtschaftliche Nutztierhaltung auf - dabei bleibt
offen, wo die größere Tierquälerei vorliegt. 
Ich möchte jetzt zu dem, was meiner Meinung nach das eigentliche
Grundproblem in dieser Diskussion ist, kommen: das Tier wurde im Laufe der
Jahre zum Objekt (zum gefühl- und seelenlosen Ding)! Es soll uns dienen
(Nutztiere), erfreuen (Haustiere) oder gefallen (Zuchttiere) und ob das mit
den 'Wünschen' des jeweiligen Tieres in Einklang steht, ist uns eigentlich
egal. Sind wir doch ehrlich: wir lieben unsere Hunde und deshalb führen
wir sie ausschließlich an der Leine (ein Auto könnte kommen), lassen sie
nicht mit miteinander spielen (sie könnten sich verletzen), füttern sie
mit Schlagobers ('Er hat doch so gern Süßes!') und verlängern ihr Leben
um jeden Preis. Dabei geht es wohl kaum um das Befinden des Hundes - es
geht einzig und alleine um das 'Glück' des Frauerls oder Herrchens. So
gibt es kaum einen Unterschied zwischen der Quälerei der Maschine Tier in
der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung und der Vermenschlichung der
Haustiere. In beiden Fällen geht es im Endeffekt nur um die Befriedigung
menschlicher Bedürfniße. 


Von: IRINA ORLICEK <orlicek%entferne%@netway.at>

TOP
7. Re: Wer kennt sich mit Tubifex aus?
Date: Mon, 9 Jun 1997
From: pigl%entferne%@rumms.uni-mannheim.de
Subject: Re: Wer kennt sich mit Tubifex aus?


> vielleicht weiß jemand von Euch, wie man Tubifex richtig behandeln
> muß, damit sie sich eine Weile halten. Mir werden die Viecher im
> Kühlschrank immer kaputt, im Terrarium halten sie sich dagegen viel
> länger. Woran liegt das?
Tubifex sind Schlammröhrenbewohner und eigentlich leben sie im
Süßwasser und nicht im Kühlschrank, letzterer sollte zu kalt und zu
trocken sein, Terrarium scheint mir auch nur bedingt geeignet. Kannst Du
sie nicht ins Aquarium setzen? Da gehören sie eigentlich hin (soweit ich
weiß in recht schmutziges Wasser, wenn sie rot sind, weiße leben auch
in saubererem.
> man die Tubifex mit irgendetwas
> füttern? Wenn ja, womit?
Für meine Begriffe durchsieben sie den Schlammgrund mit dem Darm, also
gib ihnen Schlamm ;)
> Gruß,
> Uli
Gruß Rainer.


TOP
8. Rotbauchunken
Date: Mon, 09 Jun 1997
From: rolftobler%entferne%@swissonline.ch
Subject: Rotbauchunken


Hi Uli
Wegen der Wechselkröten: Sie stammen aus den asiatischen
Steppengebieten und wanderten nach der letzten Eiszeit in Ost- und
Mitteleuropa ein. Sie kommt vom Westen bis Ostfrankreich, ins Baltikum
und bis nach Moskau vor. Außerdem ist sie im Balkan, Italien und auf
den Inseln im östlichen Mittelmeer sowie in Nordafrika verbreitet.
Wegen der Rotbauchunken: Sie kommen von Schleswig-Holstein bis ins
Baltikum vor und auch weiter im Osten im Waldsteppenbereich der
Sowjetunion und den nördlichen Grenzbereich des Balkans. die Westgrenze
verläuft quer durch Deutschland. Eventuell sind noch isolierte
Vorkommen in Südschweden vorhanden. 
Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen. 

Ciao
Ursina

TOP
9. Re: Tierquälerei - Tierschutz ?
Date: Mon, 09 Jun 1997
From: walden%entferne%@t-online.de
Subject: Re: Tierquälerei - Tierschutz? 


> Von: IRINA ORLICEK <orlicek%entferne%@netway.at>

> Tierquälerei - Tierschutz? 

> Aufsatz, 4.6.1997

> In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, daß beim Thema 'Tierquälerei
> und Tierschutz' oft Dinge in einen Topf geworfen werden, die eigentlich
> nichts mit einander zu tun haben. 

> Eines der Themen, die genaugenommen nichts mit Tierquälerei zu tun haben,
> ist das Thema des Fleischkonsums durch den Menschen.

> Es ist meiner Meinung nach unsinnig darüber zu diskutieren 

> aber das gehört nicht hier her. 

> Es geht nicht um 

> Es
> geht hierbei in erster Linie nicht um 

> da wohl kein Zweifel besteht, daß 

> Es kommt auch hier nicht
> auf den Grund der Tierhaltung an, sondern nur 


Liebe Irina Orlicek,

nun weiß ich ganz genau, worüber kein Zweifel besteht, was nicht zum
Thema gehört, worauf es nicht ankommt. Deshalb schlage ich vor, wir
Amphibienfreunde diskutieren nur noch Fragen, die zum Thema gehören.
Z.B.: Wie gemütlich hat es der Wetterfrosch auf seiner Leiter? Trinkt
man zu Kreuzkröte besser Weißwein oder Rotwein?

Mit höflichster Verneigung
Dirk

TOP
10. Re: Wer kennt sich mit Tubifex aus?
Date: Mon, 9 Jun 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: Wer kennt sich mit Tubifex aus?

Hallo Uli

In der Tierhandlung werden Tubifex in Eimern unter dem tropfenden
Wasserhahn 'gelagert'. In der Praxis konnte ich sie auch in größeren
Mengen mind. 2 Wochen halten, wenn ich einmal am Tag das gesamte Wasser des
Kübels durch kaltes Leitungswasser ersetzt habe. Dabei müßen auch die
Würmer gut durchgespült werden, damit sie nicht fürchterlich zum Stinken
beginnen. Eine sehr interessante Seite über Futtertiere die ich sehr
empfehlen kann ist:
http://www.ruhr.de/home/raptor/futter/fu_index.htm

Schöne Grüße aus Bad Ischl

Rainer 

TOP
11. Tubifex unter fließendem Wasser?
Date: 10 Jun 1997
From: kl001af%entferne%@sparcserver.lrz-münchen.de
Subject: Tubifex unter fließendem Wasser?


Hallo Rainer,

ich brauche die Tubifex zum Beispiel für Molchlarven
als Futter und ich füttere damit auch Wasserschildkröten,
die ganz scharf darauf sind. Früher wurde mir mal in der
Tierhandlung gesagt, man soll die Tubifex in den Kühlschrank
stellen. Leider gehen sie dort nach zirka 5 Tagen kaputt und
stinken ganz fürchterlich, aber im Terrarium selbst, im Wasser,
halten sie sich sogar länger als 3 Wochen. Vielleicht noch
länger, wenn sie nicht gefressen werden?
Jemand hat mir geschrieben, ich soll sie im Schlamm halten.
Vielleicht werde ich das mal probieren, aber auf jeden Fall habe
ich das Gefühl, daß sie sich bei Zimmertemperatur wohler
fühlen als im Kühlschrank. Das ärgert mich, wenn ich
das Geld umsonst ausgebe und vor allem sind in München
ja auch die Wege sehr weit, ich muß jedesmal mit dem Auto
zu einem Laden fahren.
Ich weiß nur nicht, welchen Schlamm man da ansetzen soll.
Geht es mit Gartenerde?
Für weitere Tips bin ich jedenfalls noch dankbar.

Servus,
Uli
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Kunchintzki, Ulrike
Salvatorplatz 2
80327 München - Germany

kl001af%entferne%@sunmail.lrz-münchen.de



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12. bezüglich Rotbauchunken
Date: 10 Jun 1997
From: kl001af%entferne%@sparcserver.lrz-münchen.de
Subject: bezüglich Rotbauchunken


Hallo Ursina,

danke für Deine Ausführungen. Mich hätte allerdings
mehr interessiert, ob Du selbst schon welche gesehen
hast und wo? Ich kenne nur Vorkommen an der Donau
in Ungarn, dort ist das Klima milder als hier und nicht alles
so zubetoniert und sauber und geregelt wie hier. Dort gibt
es noch "Schlaglöcher", in denen sich Regenwasser sammelt
und dort findet man die Rotbauchunken direkt neben der Donau.
Das Wasser in den Pfützen ist sehr warm.
Kennst Du Rotbauchunken-Vorkommen in Deutschland?

Servus,
Uli
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Kunchintzki, Ulrike
Salvatorplatz 2
80327 München - Germany

kl001af%entferne%@sunmail.lrz-münchen.de

 

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13. Re: Tubifex unter fließendem Wasser?
Date: 10 Jun 1997
From: pigl%entferne%@rumms.uni-mannheim.de
Subject: Re: Tubifex unter fließendem Wasser?

> Hallo Rainer,

> Jemand hat mir geschrieben, ich soll sie im Schlamm halten.
> Geht es mit Gartenerde?
> Für weitere Tips bin ich jeden falls noch dankbar.
Hi Uli: Probiers mal mit Teich-Schlamm...notfalls auch Klärschlamm,
wenn er nicht schadstoffhaltig ist...die Wasserwerke mit Bio-Stufe
müßten Dir das eigentlich gerne für umsonst abgeben.
-- 
Rainer Pigl


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14. Was ist denn das für ein Tier?
Date: Wed, 11 Jun 1997
Subject: Was ist denn das für ein Tier?
Von Kornmann Eva eva.kornmann%entferne%@t-online.de

Hallo Amphibienfreunde!

Hier wieder mal eine Anfrage, die überhaupt nichts mit Amphibien zu tun
hat, 
aber bei der hier verbreiteten biologischen Bildung habe ich doch große
Hoffnung 
auf eine Antwort.

Bei mir an der Decke sitzt ein Insekt, etwa 1,5 cm lang, sieht der
Zeichnung, 
die ich beilege ziemlich ähnlich (besser ging es nicht mit der Maus). Die
Fühler 
sind tatsächlich so dick wie auf der Zeichnung, Flügel kann ich nicht
entdecken. 
Aber wie gesagt, das Tier sitzt an der Decke und ich hier unten auf dem 
Fußboden. In meinen schlauen Büchern hab ich es jedenfalls nicht gefunden
...

Viele Grüße
Eva

P.S.Ich hoffe, ihr könnt die Anlage sehen

Komisches Insekt

 

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15. Rotbauchunken
Date: Wed, 11 Jun 1997
From: rolftobler%entferne%@swissonline.ch
Subject: Rotbauchunken


Hallo Uli
Nein, tut mir leid. Selber gesehen habe ich bisher erst Berglandunken.
Eine hatte sich in einem Teich in der Nähe meines Wohnortes
niedergelassen. Rotbauchunken habe ich hier im Raum St.Gallen (Schweiz)
leider noch nie gesehen. Die Informationen gestern habe ich übrigens
aus dem Buch "Lurche und Kriechtiere" aus dem Mosaik-Verlag
abgeschrieben. Sorry, daß ich Dir nicht weiterhelfen kann.

Ciao
Ursina


TOP
16. Triturus alpestris
Date: Wed, 11 Jun 1997
Subject: Triturus alpestris


Hallo Kurt
Wegen der vergriffenen Broschüre kann ich Dir nicht weiterhelfen. Aber
sehr informativ und mit Farbfotos zur Identifizierung versehen ist das
Buch "Lurche und Kriechtiere" aus dem Mosaik-Verlag, erschienen in der
Reihe "Steinbachs Naturführer" und wurde verfaßt von Günter Diesener
und Josef Reichholf. Es beinhaltet 137 europäische Arten,
Verbreitungskarten, Merkmale, Fortpflanzung, Nahrung, Feine, Lebensraum
und weiteres zu den einzelnen Arten.
Vielleicht nützt Dir das etwas.

Ciao 
Ursina

PS.:Die Beratung zum Buch übernahm Dr. Ulrich Gruber aus München,
falls Dir der Name ein Begriff ist.

 

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17. Re: Pflanzen, Triturus alpestris
Date: Fri, 13 Jun 1997
From: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
Subject: Re: Pflanzen, Triturus alpestris


Hallo,

vielen Dank an dieser Stelle an Ursina und Dirk für die hilfreichen
Antworten auf meine Anfragen. Meine neueste Beobachtung im Aquaterrarium:
die alpestris-Männchen bleiben weiterhin im Wasser, die Damen verkriechen
sich aufs Landteil und werden nachtaktiv - wer hat ähnliche Beobachtungen
gemacht? Gibt es irgendwelche Tips? Ich denke einfach daran, das Landteil zu
vergrößern und "Landfutter" einzubringen.

Viele Grüße Kurt.



TOP
18. triturus a.alpestris, Lurche überhaupt?
Date: Thu, 19 Jun 1997
From: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
Subject: triturus a.alpestris, Lurche überhaupt?


Hallo,
möglicherweise hat es mit Euren Antworten auf meine letzte Anfrage
technisch nicht geklappt. Daher nochmal:

Nachdem nun schon das zweite Exemplar ähnliche Symptome wie das bereits
eingegangene zeigt (Trägheit, Haut wird auf dem Landteil nicht richtig
"trocken", sondern bleibt glänzend, fast etwas klebrig, Tier läßt sich
auf den Rücken drehen, ohne daß es gleich wieder in die "Ausgangslage"
zurückkehrt), möchte ich nochmals nach Euren Erfahrungen mit derlei
Symptomen fragen - was könnte dem kleinen Kerl fehlen, was kann ich tun?

Danke, viele Grüße

Kurt

e-mail return to:erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de

TOP
19. Re: triturus a.alpestris, Lurche überhaupt?
Date: Sun, 22 Jun 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Re: triturus a.alpestris, Lurche überhaupt?



Hallo Kurt 
Bin wieder vom Urlaub zurück. Ich hoffe ich bekomme die in der
Zwischenzeit anscheinend aufgetretenen Probleme wieder in den Griff.
Bergmolche mögen es nur ungern, wenn die Temperaturen sehr hoch ( über
22C) liegen. Laut Rimpp ist zu warmes Wasser auch der Grund dafür, wenn
die Tiere schon sehr bald an Land gehen.

Grüße aus Bad Ischl
Rainer

TOP
20. Neue E-Mailadresse!
Date: Mon, 23 Jun 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Neue E-Mailadresse!


Hallo Amphibienfreunde

Ab sofort existiert eine neue E-Mail Adresse EXTRA für das Listenprogramm.
Bitte alle Beiträge, welche an alle Anderen weitergereicht werden sollen,
nur mehr an
Frosch%entferne%@gmx.net 
schicken!
Nicht vergessen - am besten gleich einschreiben!
Natürlich bin ich für alle möglichen 
Fragen, Bitten, Klagen, Liebesbriefchen :-)) etc. mit meiner 'richtigen'
E-Mail Adresse 
rainerm%entferne%@ping.at 
erreichbar.
Vielen Dank, und auf weitere so nette Zusammenarbeit

Euer

Rainer Mysliwietz 
rainerm%entferne%@ping.at
06132/27790
Haiden 333
5351 Aigen Voglhub
Austria

TOP
21. Mischmaschine?
Date: Thu, 26 Jun 1997
From: rainerm%entferne%@ping.at
Subject: Mischmaschine?


Hallo Amphibienfreunde

Ich war jetzt einige Tage in Kärnten.
Die Gastgeberfamilie erzählte mir von einem anderen Urlauber, der sich
über die fleißigen Kärntner gewundert hat: 'Die ganze Nacht sei die
Betonmischmaschine eines Nachbarn gerannt'. Dann stellte sich heraus, es
war ein Frosch (Kröte?) am Gartenteich!

Also ich habe noch nie ein 'betonmischmaschinenähnliches Geräusch von
meinem Gartenteich gehört. Und Ihr???
Aber vielleicht war es ja ein Grasfrosch?

Schöne Grüße aus Bad Ischl
Rainer

TOP
22. triturus a.alpestris
Date: Fri, 27 Jun 1997
From: erlemann%entferne%@uni-wuppertal.de
Subject: triturus a.alpestris


Liebe Amphibienfreunde,

nachdem mir nun schon der zweite Bergmolch im Aquaterrarium eingegangen ist,
trage ich mich mit dem Gedanken, die restlichen zwei auszusetzen. Vielleicht
hat jemand von Euch Tips dazu.
Aber ohne Ursachenforschung möchte ich doch nicht aufgeben. Kurz zu meiner
Pflege:
1. Die Tiere bekamen nach ihrem Landgang ausschließlich Regenwürmer,
ungewaschen und erdig. Die verspeisten sie anfangs mit Genuß, im Moment ist
kein Appetit erkennbar.
2. Das Wasser wurde regelmäßig gewechselt, auch die Erde etc. UV-Licht
gabs keins, was solls auch für nachtaktive Wesen...
Symptome:
Die verendeten Tiere hatten keinen Appetit, ihre Haut war seltsam glänzend,
auch an Land, versteckten sich meistens.
Auch die übrigen Tiere verweigern zur Zeit Nahrung, lassen sich nicht durch
Regenwürmer locken. Aber vielleicht brauchen sie ja auch nur alle paar Tage was.

Wer kann Fehler entdecken oder auch so weiterhelfen?

Vielen Dank
Kurt.


TOP
23. Wissensaustausch
Date: Fri, 27 Jun 97
From: aon.912022683%entferne%@aon.at
Subject: Wissenaustausch


Hallo Amphibienfreunde

Bin an Erfahrung und Literatur interessiert, die mir beim Verständnis von Amphibienlaichplätzen 
in Bächen helfen.
Es betrifft Bäche im Schlierhügelland/Mostviertel/Niederösterreich, 
die bei Starkregen kurzfristig große Wassermengen 
abführen, eine entsprechend hohe Fließgeschwindigkeit, Erosions- und
Verfrachtungskraft haben, andererseits aber auch 
relativ rasch über weite Strecken austrocknen können.
In diesen Bächen kommen Larven des Feuersalamanders zum Teil in großer Dichte vor. 
In tieferen Kolken, und zwar relativ 
regelmäßig, finden sich auch Kaulquappen des Grasfrosches und sporadisch (ausnahmsweise ?) 
auch Kaulquappen der Erdkröte und adulte Bergmolche.
Obwohl die Chancen, daß Laich und Larven abgeschwemmt werden, ziemlich hoch ist und 
außerdem auch noch das Potential der Vertrocknung gegeben ist 
(scheint geringer, Laichplätze scheinen mit dem Austreten von Sickerwässern 
korreliert zu sein), dürften die Bach- und Grabensysteme kontinuierlich von Feuersalamander 
und Grasfrosch besiedelt sein.

Halten sich Fortpflanzungserfolg und Verluste die Waage oder existieren besondere 
Überlebensstrategien?

Vielen Dank im voraus für Anregungen Zwicker-Egon%entferne%@aon.at 



TOP
24. Re: triturus a.alpestris
Date: 30 Jun 1997
From: kl001af%entferne%@sparcserver.lrz-münchen.de
Subject: Re: triturus a.alpestris


Servus Kurt,

ich füttere Bergmolche immer mit Fliegenmaden und mit
Tubifex. Und nur im Wasser. 
Zur Zeit habe ich Nachzuchten aus Eiern, die die Bergmolche
hier im Terrarium gelegt haben. Bisher wachsen sie ganz
gut heran. Ich füttere sie ausschließlich mit Tubifex. Die
alten habe ich in den Teich ausgesetzt.

Schöne Grüße aus München,
Uli

Kunchintzki, Ulrike
Salvatorplatz 2
80327 München - Germany

kl001af%entferne%@sunmail.lrz-münchen.de


TOP
25. Salzwasserfrösche
Date: Mon, 30 Jun 97
From: eva.kornmann%entferne%@t-online.de
Subject: Salzwasserfrösche


Kann mir einer sagen, warum es im Meer keine Amphibien gibt? Oder gibt es doch 
welche? Oder gab es wenigstens früher einmal welche?

Nur mal so interessehalber
Gruß
Eva

TOP

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